Erstellt am 04. Mai 2016, 05:54

von Alexandra Gollubics-Prath

RH-„Abrechnung“ mit NMS: Zu wenig Leistung?. Laut Rechnungshof soll beim „Team Teaching“ eingespart werden – Landesschulrat Zitz hält daran jedoch fest.

Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz: »Team Teaching hat große Bedeutung, sollte aber flexibel einsetzbar sein.«  |  NOEN, zvg
Nicht nachvollziehbar ist für den Burgenländischen Landesschulrat die vor kurzem präsentierte „Abrechnung“ des Bundesrechnungshofs (RH) mit der Neuen Mittelschule (NMS).

RH: Einsparungen bei Team-Teaching gefordert

In dem Bericht wird bemängelt, dass die NMS mehr koste als alle anderen Schultypen, allerdings nicht die entsprechenden Leistungen hervorbringe. Im Fokus der Kritik steht dabei das sogenannte Team-Teaching, also das gleichzeitige Unterrichten zweier Pädagogen in den Klassenzimmern.

Eine Reduktion von sechs auf vier Wochenstunden je Klasse würde Lehrerpersonalkosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro pro Schuljahr bringen, wird vorgerechnet. Für Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz ist freilich an den sechs Wochenstunden nicht zu rütteln, sie seien „von großer Bedeutung, sollten aber flexibel einsetzbar sein.“

Zwei Stunden pro Klasse einzusparen würde für das Burgenland zudem „eine Dienstpostenreduktion um 34 Lehrerposten bedeuten.“ Derzeit sind über diese Maßnahme 102 Pädagogen beschäftigt.

Auch dem vom RH getätigten Vergleich mit der AHS kann Zitz nur wenig abgewinnen. In den AHS seien viele Anforderungen, wie etwa Migration, nicht im gleichen Ausmaß vorhanden.