Erstellt am 18. Dezember 2012, 15:54

Riskante Geschäfte?. „Hypothetisches“ Minus von 61 Millionen Euro. Zum jetzigen Zeitpunkt sei ein Ausstieg aber nicht sinnvoll, heißt es.

Von Wolfgang Millendorfer

Längst hat der Salzburger Finanzskandal ganz Österreich erfasst: Nachdem die rund 350 Millionen Euro an Verlusten durch Spekulationsgeschäfte bekannt wurden, ringen die Parteien auf Bundesebene um strengere Gesetze. Zur Debatte stehen die Finanzen auch in anderen Bundesländern.

Im Burgenland tauchte in diesem Zusammenhang eine Zinsabsicherung wieder auf, die bereits vor Jahren für Aufregung gesorgt hatte: Dieser Fixzins-SWAP aus den Jahren 2003 und 2004 läuft noch bis 2033. Laut Analysen des Rechnungshofes würde ein vorzeitiger Ausstieg dem Land derzeit ein Minus von 61 Millionen Euro einbringen.

„Notbremse“ käme dem Land teuer zu stehen

Dennoch fordert die FPÖ nun, über eine „Notbremsung“ nachzudenken: „Wer weiß, wie groß die Verluste noch werden“, meint FP-Chef Hans Tschürtz. Der Rechnungshof hatte zuletzt unter anderem empfohlen, einen Zeitpunkt zu finden, an dem ein Ausstieg sinnvoll wäre. Davon ist jetzt jedoch keine Rede: Die Zinsen, mit denen das Land die Kreditsumme von 150 Millionen Euro abgesichert hat, könnten auch wieder steigen, heißt es in der Finanzabteilung.
Wenn man auch nicht sagen könne, wie sich das Geschäft in Zukunft entwickeln werde, so ist man im Land nicht beunruhigt, meint Finanzchef Engelbert Rauchbauer gegenüber der BVZ: „Das Minus von 61 Millionen Euro ist derzeit ja rein hypothetisch.“