Erstellt am 09. Juni 2015, 15:12

von APA/Red

In burgenländischer SJ rumort es weiter. Nach der Bildung der rot-blauen Koalition im Burgenland kommt die burgenländische SJ nicht zur Ruhe.

Am Samstag verkündete Kilian Brandstätter, der im Bezirk Neusiedl ein Vorzugsstimmenmandat erobert hatte, seinen Rücktritt als SJ-Landesvorsitzender.  |  NOEN, BVZ

Nachdem erst am Montag die neue geschäftsführende Landesvorsitzende Silvia Czech erklärt hatte, die Sozialistische Jugend Burgenland sei gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ, trat Dienstag die SJ Güssing in Aktion: Man stehe zu rot-blau im Burgenland, hieß es in einer Aussendung.

"Freiheitliche in der Regierung, das widerstrebt unseren Grundsätzen"

Während der Koalitionsverhandlungen hatte zunächst die SJ des Bezirks Neusiedl am See die Position der Landes-SPÖ, Gespräche mit den Freiheitlichen zu führen, verteidigt. Am Samstag verkündete dann Kilian Brandstätter, der im Bezirk Neusiedl ein Vorzugsstimmenmandat erobert hatte, seinen

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Am Sonntag wählte der Landesvorstand einstimmig Czech zur neuen SJ-Landeschefin. Diese teilte mit: "Die Positionierung der SJ ist und war sowohl anhand der Beschlüsse klar: Freiheitliche in der Regierung, das widerstrebt unseren Grundsätzen."

Am Dienstag zeigte sich nun der Güssinger SJ-Bezirksvorsitzende ThomasPrenner laut Aussendung "bestürzt" über den Rücktritt von Brandstätter. Die SPÖ und Landeshauptmann Hans Niessl hätten "richtig erkannt, dass man mit fast 42 Prozent der Wählerstimmen weiter Verantwortung für das Land nehmen muss."

"FPÖ wäre so oder so in der Regierung gewesen"

Brandstätter habe diese Verantwortung mitgetragen und werde das auch in Zukunft im Landtag tun. "Schade ist, dass der Rest der SJ nicht verstehen will, dass die FPÖ so oder so in der Regierung gewesen wäre und es besser ist, dass nun die SPÖ ihr als großer Koalitionspartner auf die Finger schauen kann", erklärte Prenner. Er glaube nicht, dass es Niessl bei der Bildung der Koalition um Machterhalt gegangen sei.

"Die SJ Burgenland hat Beschlüsse, an die man sich hält", verwies man seitens der Landesorganisation auf APA-Anfrage auf einen Beschluss der Landeskonferenz vom vergangenen Dezember. Damals habe sich die Mehrheit gegen eine Regierungsbildung mit der Freiheitlichen Partei entschieden.