Erstellt am 15. November 2010, 14:26

Rot-Grün in Wien fix. SPÖ votierte zu 100 Prozent für den rot-grünen Koalitionspakt. Häupl und Vassilakou unterzeichneten das 77-seitige Papier.

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Die allerletzte Hürde für Rot-Grün in Wien ist geschafft: Am Montag hat nach den Grünen nun auch die Wiener SPÖ dem Regierungsabkommen zugestimmt. Im "Wiener Ausschuss", dem größten Gremium der Sozialdemokraten in der Bundeshauptstadt, votierten 100 Prozent für den Koalitionspakt, sagte Bürgermeister und SPÖ-Chef Michael Häupl kurz vor der Unterzeichnung des Koalitionspaktes. Bereits am gestrigen Sonntag hatten die Wiener Grünen das ausverhandelte Abkommen in einer Landesversammlung abgesegnet. Die Zustimmung fiel auch hier überwältigend aus: 98,54 Prozent der anwesenden Grün-Delegierten votierten für das rot-grüne Regierungsübereinkommen.

Pakt von Häupl und Vassilakou unterzeichnet
Nun ist die erste rot-grüne Regierung in der Bundeshauptstadt offiziell besiegelt: Wiens Bürgermeister Michael Häupl und die designierte grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou haben am Montagnachmittag den 77-seitigen Koalitionspakt unter Blitzlichtgewitter im "Roten Salon" des Rathauses unterzeichnet. Der feierliche Akt wurde von der gesamten künftigen Stadtregierung und zahlreichen grünen Mandataren mit Applaus bedacht.

Vor der Unterzeichnung musste das Abkommen in beiden Parteien noch intern abgesegnet werden. Die Sozialdemokraten taten dies heute Mittag in einer Sitzung des "Wiener Ausschusses", dem höchsten Gremium der Wiener SPÖ. Dort wurde das Koalitionsabkommen mit satten 100 Prozent abgesegnet. Die Grünen votierten bereits am gestrigen Sonntag in einer Landesversammlung für das Regierungsübereinkommen - ebenfalls mit einer überwältigender Mehrheit von 98,54 Prozent.

"Ich habe versprochen, mein Bestes zu geben, das grüne Ergebnis zu toppen", freute sich Häupl über die widerspruchslose Zustimmung seiner Partei: "Das haben wir knapp geschafft." Vassilakou bezeichnete das grüne Resultat ihrerseits als "beachtliches Ergebnis" und versicherte, sich auf die Zusammenarbeit mit der künftigen Stadtregierung zu freuen.