Erstellt am 17. Mai 2013, 14:21

Salzburg-Finanzen: 1,2 Mrd. Euro Schulden abgebaut. Die scheidende Landeshauptfrau Burgstaller und Noch-Finanzlandesrat Maltschnig haben am Freitag den Zwischenbericht zur Lage der Salzburger Landesfinanzen präsentiert.

Die im Zuge des Finanzskandals aufgetauchten Spekulationsschulden von ursprünglich rund 1,83 Mrd. Euro konnten demnach mit Stichtag 14. Mai auf 747 Mio. Euro reduziert werden, dazu kommen Verkaufserlöse von rund 146 Mio. Euro.

"Dieses Geld soll in den nächsten Tagen zur Tilgung der Schulden herangezogen werden, damit würde sich der Schuldenstand auf 601 Mio. Euro reduzieren. Damit konnten wir die außerordentlichen Schulden um mehr als 1,2 Mrd. Euro verkleinern", so Burgstaller bei der Pressekonferenz. "Wir halten es für sehr realistisch, dass das Land ohne bleibende Verluste aus diesen Geschäften aussteigen kann."

Abbau der Spekulationsschulden streng nach Risikogesichtspunkten

Das Portfolio des Landes liegt momentan mit fast 97 Mio. Euro im Plus, eine Steigerung gegenüber dem bisher letzten Bericht vom 15. April (damals 85 Mio. Euro). "Das Gesamtportfolio schrumpft und wir werden zunehmend sicherer, dass wir am Ende des Tages den Überhang auch erlösen können", betonte Maltschnig. Es sei gelungen, das Fremdwährungs- und Zinsrisiko massiv zu vermindern, die Volatilität des Portfolio seit gegenüber Februar 2013 um fast 90 Prozent reduziert worden.

Der interimistische Finanzlandesrat betonte erneut, nicht das verkauft zu haben, was leicht zu verkaufen war, und am Ramsch sitzen zu bleiben, sondern den Abbau der Spekulationsschulden streng nach Risikogesichtspunkten vorgenommen zu haben. "Wir kommen jetzt langsam in Dimensionen, die wieder überschaubar werden."