Erstellt am 05. Mai 2013, 19:34

Salzburg-Wahl - ÖVP Burgenland sieht "Motivationsschub". Erfreut über den ersten Platz der ÖVP bei den Landtagswahlen in Salzburg zeigte sich Burgenlands ÖVP-Chef Franz Steindl.

Parkpickerl-Ärger. Auch Landesvize Franz Steindl unterschrieb den Protest-Brief an das Wiener Rathaus. FOTO: ZVG  |  NOEN, ZVG
In einer Aussendung gratulierte er Wilfried Haslauer, dem es gelungen sei, "in einer landespolitisch schwierigen Zeit" die ÖVP zur stärksten Partei im Land zu machen.

Steindl ortet auch Auswirkungen für die Bundes-ÖVP im Salzburger Ergebnis. Einerseits sei es ein Motivationsschub im Jahr der Nationalratswahl, andererseits stelle die Volkspartei nun wieder die Mehrheit der Landeshauptleute.

Als "lokales Ereignis ohne Einfluss auf das Burgenland" sieht hingegen SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich die Landtagswahlen in Salzburg, wo die Finanzkrise alles überschattet habe. So wie man in Kärnten einen Landeshauptmann dazu gewonnen habe, habe man in Salzburg einen verloren, sagte Hergovich.

"Noch gar nicht glauben" könne der Landtagsabgeordnete der Grünen, Michel Reimon das Abschneiden seiner Salzburger Parteifreunde. Es habe sich ausgezahlt, dass die Grünen am stärksten an der Aufklärung des Finanzskandals mitgewirkt haben, versuchte er sich in einer ersten Analyse.

"Hochzufrieden" gab sich auch der burgenländische FPÖ-Obmann Johann Tschürtz. Er führte den Zugewinn vor allem auf die Geschlossenheit der Salzburger Freiheitlichen rund um Obmann Karl Schnell zurück. Daran könne man sich auch im Burgenland ein Beispiel nehmen, spielte Tschürtz auf die Turbulenzen in der FPÖ Burgenland nach dem jüngsten Landesparteitag an.