Erstellt am 25. Februar 2015, 07:59

von Wolfgang Millendorfer

Schlagabtausch: Schule als Politikum. Schülervertretung fordert mehr Kooperation vom Landesschulrat. Prompt folgt ein Schlagabtausch in der Regierung.

»Absurde Forderungen«. Heinz Josef Zitz weist die Schüler-Kritik zurück. Foto: BVZ  |  NOEN, BVZ/Pekovics
Ein offener Brief der Landesschülervertretung (LSV) an den amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates, Heinz Josef Zitz, lässt auch zwischen SPÖ und ÖVP die Wogen hochgehen. Die LSV will mehr Entgegenkommen seitens des Landesschulrates; Zitz spricht von „absurden“ Forderungen.

Unterstützung von Landesvize Steindl

„Wir haben das Gefühl, dass der Landesschulrat bewusst gegen uns arbeitet“, heißt es im offenen Brief. Unter anderem geht es den Schülervertretern um konkrete Budgetmittel, Mitsprache bei politischen Veranstaltungen und die Einsetzung eines Landesgemeinschaftsausschusses. „Die Mittel stehen uns gesetzlich zu – in allen anderen Bundesländern funktioniert es“, kritisiert Schülerunion-Obmann Dominik Reiter.

Unterstützung kommt von Landesvize Franz Steindl, der meint, im Landesschulrat werde von der SPÖ-Mehrheit einseitig entschieden. Heinz Josef Zitz hingegen verweist auf das Gesamtbudget, in dessen Rahmen auch die Schülervertretung Ansuchen stellen könne. Und: Ein Landesgemeinschaftsausschuss sei im Gesetz nicht vorgesehen und widerspreche der Schulautonomie.

„Die Schülervertretung darf sich nicht von VP-Funktionären vor den Karren spannen lassen“, ortet Zitz „politische Motivation“ im Wahlkampf. Das weist David Gollinger von der LSV zurück: „Wir sprechen im Namen der Schüler und sehen jetzt vor der Wahl die besten Chancen, etwas bewegen zu können.“

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