Erstellt am 11. März 2015, 05:15

Schlechte Noten und Top-Werte. Ärger über schlechtes Zeugnis der Neuen Mittelschule, Freude über ersten Platz bei Bildungsstudie. Und: Schülervertretung und Landesschulrat „schließen Frieden“.

Einigung: Der amtsführende Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz (l.) und Landes-Schülervertreter David Gollinger. Foto: Nina Sorger  |  NOEN, Nina Sorger

Nachdem die Reform-Arbeitsgruppe ihre Gespräche über die Länderkompetenzen auf Sommer vertagt hatte, feuerte das schlechte Zeugnis für die Neue Mittelschule (NMS) in der Vorwoche die Bildungsdiskussion weiter an. Der vom Unterrichtsministerium in Auftrag gegebene Evaluierungsbericht sieht keine eindeutigen Hinweise darauf, dass die NMS qualitativ besser sei als die Hauptschule.

NMS: Opposition forderte Konsequenzen

Verärgert reagierte der amtsführende Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz: „Die Studie ist alles andere als negativ. Betrachtet man die Modellklassen, die das Konzept der NMS großteils umgesetzt haben, zeigt sich ein deutlicher Leistungsanstieg. Allerdings: Dort wo nur das Türschild ausgetauscht wurde, kann nichts besser werden.“

Während auch Landeschef Hans Niessl gelassen reagierte, übte ÖVP-Bildungssprecher Christian Sagartz Kritik an der Umsetzung der NMS. Die Opposition forderte Konsequenzen; die FCG warnte davor, die ausgebliebene Qualitätssteigerung „den Lehrern in die Schuhe zu schieben“.

Einigung zwischen Schülern und Landesschulrat

Umso positiveres Echo löste zugleich eine aktuelle Studie aus, die dem Burgenland in Sachen „Bildungsaufstieg“ Spitzenwerte bescheinigt (siehe unten).

Ebenfalls positiv: Nach Querelen einigten sich Schülervertretung und Landesschulrat (siehe Foto oben). Ein fixes Budget und ein quartalsmäßiger Jour fixe sind die Kernstücke der neuen Zusammenarbeit.


Studie: „Bildungsaufstieg im Burgenland“

Anteil der 15- bis 29-Jährigen mit AHS- oder BHS-Matura: 24 Prozent (Österr.: 22 Prozent)

Anteil der 15- bis 29-Jährigen mit Hochschulabschlüssen: 7 Prozent

Maturaquote: 50 Prozent (Österreich: 42 Prozent)

Studierende an Universitäten und Fachhochschulen: 47 Prozent (Österreich: 46 Prozent)

Quelle: SORA / FH Burgenland