Erstellt am 02. August 2012, 13:41

Schmied bricht Lanze für Pädagogische Hochschulen. Eine Lanze für die Ausbildung der Lehrer an Pädagogischen Hochschulen (PH) hat Unterrichtsministerin Schmied am Donnerstag gebrochen. Es sei wichtig, dass die Lehrerausbildung eine "institutionelle Heimat" habe, so Schmied. Bei der Umsetzung bildungspolitischer Projekte dürfe man sich "nicht auf den Autonomiegedanken verlassen". Fortbildungen sollen Lehrer künftig verstärkt im Sommer absolvieren.

Zuletzt war wieder die Diskussion aufgeflammt, an welcher Institution die Lehrerausbildung künftig angesiedelt sein soll bzw. wem die Federführung dabei zukommt. Derzeit werden die angehenden Lehrer für Volksschulen, Hauptschulen, Sonderschulen und Polytechnische Schulen sowie für den berufspädagogischen Bereich an PH ausgebildet, die künftigen AHS- und BMHS-Pädagogen an den Unis.

Schmied erinnerte auch daran, dass die Lehrerausbildung "sehr berufsbezogen" sei. Gerade in Zeiten der Umsetzung zentraler Projekte wie etwa der Zentralmatura, müsse sichergestellt werden, dass Aus- und Weiterbildung auch die bildungspolitischen Schwerpunktsetzungen abbildeten. "Die Verbindung Ministerium und Pädagogische Hochschule ist zentral, um sicherzustellen, dass Innovationen auch im Klassenzimmer ankommen", so Schmied.

Die PH will Schmied "weiterentwickeln". Dabei müsse selbstverständlich die wissenschaftliche Kompetenz der Universitäten genutzt werden. Sie freue sich, dass die Unis jetzt "zunehmend die PädagogInnenbildung entdecken". Für sie sei aber auch klar, dass man eine enge Verknüpfung mit der Schulpraxis brauche. Die Kooperation mit den Unis müsse "auf Augenhöhe" erfolgen.

Fortbildungsveranstaltungen sollen Lehrer künftig verstärkt im Sommer absolvieren. "Ich wünsche mir durchaus mehr Interesse, Angebote im Sommer anzunehmen", so Schmied. Bei dieser Formulierung sei "schon auch der Wunsch Vater des Gedankens", konzedierte die Ministerin. Derzeit werden nur ca. fünf Prozent aller Weiterbildungen von Pädagogen im Juli und August absolviert. Hier gebe es noch "Potenzial nach oben".