Erstellt am 26. August 2012, 08:42

Schmied für "Mengengerüste" beim Uni-Zugang. Rückendeckung für die Linie von SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl beim Thema Universitätszugang kommt von Unterrichtsministerin Claudia Schmied. "Dass Modelle der Studienplatzfinanzierung auch Mengengerüste brauchen, ist klar", so Schmied im APA-Interview. "Das heißt, dass wir uns natürlich mit Kapazitäten beschäftigen müssen."

Gleichzeitig müsse der von der Regierung formulierte Grundsatz, dass Österreich mehr Studenten und Absolventen haben wolle, sichergestellt sein. "In so einer Variante werden wir da durchaus Schritte weiter kommen, gerade in den Massenfächern."

Kuntzl und SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas hatten in Zusammenhang mit den Verhandlungen zur Studienplatzfinanzierung zuletzt Gesprächsbereitschaft beim Thema Zugangsbeschränkungen an den Unis signalisiert - unter der Voraussetzung, dass es danach nicht weniger Studienplätze gibt. "Der Sozialdemokratie ist es wichtig, dass wir eine offensive Universitätspolitik verwirklichen", so Schmied. "Das bedeutet keine Restriktion der Studienplätze, aber gleichzeitig geordnete Studienbedingungen für die jungen Leute."

Die Deadline bei den Verhandlungen zum neuen Lehrerdienstrecht sieht Schmied im Februar oder März 2013. Dies ergebe sich automatisch, wenn man die Fristen für die parlamentarische Behandlung einrechne. Wenn die Reform in dieser Legislaturperiode bzw. mit Beginn des kommenden Schuljahrs in Kraft treten solle, müsse sie spätestens Mitte Juli durch den Bundesrat gegangen sein. "Jede Woche, die wir früher fertig werden, ist natürlich eine gewonnene."

Eine von der Gewerkschaft geforderte neue Lehrer-Arbeitszeitstudie hält Schmied nicht für nötig: "Der Bildungsbereich ist jener Bereich mit den meisten Studien, Arbeitsgruppen und Kommissionen - ob international, national oder regional. Ich habe keinen weiteren Bedarf an Studien." Davon gebe es genug, dazu noch Erfahrungsberichte und internationale Vergleiche.

Das zweite sei die Frage, wer die Lehrerausbildung durchführe. Hier laufe es wohl darauf hinaus, dass es Kooperationsmodelle zwischen Unis und Pädagogischen Hochschulen geben werde, die an den einzelnen Standorten jeweils anders aussehen können.