Erstellt am 19. Juli 2012, 12:00

Schmied für Vorschläge bei Lehrerdienstrecht offen. Unterrichtsministerin Schmied wünscht sich bei den Lehrerdienstrechts-Verhandlungen mehr Engagement von der Gegenseite. "Es würde mich freuen, wenn es vonseiten der Lehrergewerkschaft mit mehr Motivation und mehr Freude vorangehen würde", so Schmied am Donnerstag.

Ebenfalls freuen würde sie sich, "wenn die Lehrer auch von sich aus Vorschläge bringen würden". Sie werde jedenfalls "hartnäckig" am Thema dranbleiben. Schmied betonte, dass es sich bei den Verhandlungen um ein Regierungsprojekt handle. Letztendlich werde es auch um die Finanzierungsfrage gehen. Deshalb sei es auch so wichtig, dass das Finanzministerium von Anfang an mit am Tisch sitze.

Bedeckt hielt sich ÖGB-Chef Foglar. Solche Themen seien "ureigenstes Thema der zuständigen Gewerkschaften", in diesem Fall der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD). Der ÖGB sehe aber "sehr wohl die Notwendigkeit, eine Gesamtsystemänderung zu machen". Wenn man das Besoldungssystem ändere, indem man die Einstiegsgehälter erhöhe und die Senioritätskurve abflache, "dann ist das nicht der große Streitpunkt": "Wichtig ist, was am Ende des Tages bei der Lebensverdienstkurve herauskommt." Es komme dabei auf die Perspektiven für neueintretende Lehrer an, da sei es halt meistens das Detail, das Hürden aufstellt."

Genau solche Hürden dürfte es aber bereits bei den Ausgangspunkten der Verhandlungen geben. In den Kleingruppen-Gesprächen müsse man sich noch auf konkrete Modellberechnungen einigen, so Schmied. Grund zur Sorge hat Foglar aber nicht. Der Wille zum Abschluss sei bei beiden Seiten vorhanden.