Erstellt am 12. Juli 2012, 10:59

Schmied kritisiert Teile der Lehrergewerkschaft. Unterrichtsministerin Schmied vergleicht Teile der Lehrergewerkschaft mit der erzkonservativen amerikanischen Rechten.

Aus "Standesdünkel" würden nur wenige AHS-Lehrer an Neuen Mittelschulen (NMS) unterrichten, so Schmied": "Ein kleiner AHS-Bereich ist so gewerkschaftlich organisiert - ich möchte das mit der Tea Party vergleichen - und einfach eine Widerstandsbewegung."

An der NMS, die bis 2018/19 die Hauptschule ersetzt, sollen in Deutsch, Englisch und Mathematik Lehrer aus AHS oder berufsbildenden höheren Schulen (BHS) mit Hauptschullehrern unterrichten. Ihr Einsatz ist im Gegensatz zu den bisherigen Modellversuchen allerdings kein Muss. In der Praxis melden sich nur wenige AHS-Lehrer für die NMS.

An den BHS, deren Lehrervertretung ebenfalls von der ÖVP-nahen Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) dominiert ist, ist die Situation laut Schmied besser. Diese würden die NMS als potenziellen Zubringer zur eigenen Schule sehen. "Knebelverträge" mit einer Verpflichtung für AHS-Lehrer, auch an Neuen Mittelschulen zu unterrichten, schließt Schmied aus. Die Bereitschaft, an einer NMS zu unterrichten, solle aber zumindest ein Pluspunkt bei der Anstellung sein.

Generell ortet die Ministerin in der ÖVP in Bildungsfragen in den vergangenen Monaten Bewegung: "Parteipolitisch bricht gerade viel auf", sagt sie mit Verweis auf die von ÖVP-Parteiobmann Spindelegger eingesetzte Denker-Plattform "Unternehmen 2025". Widerstand gegen Veränderungen gebe es bei "Gruppierungen innerhalb der ÖVP, innerhalb des ÖAAB-Bereichs" - und damit dort, wo Spindelegger seine Wurzeln hat. "Umso erfreulicher" sei es, dass er mit der Expertenplattform neue Zugänge in Auftrag gebe und zulasse.