Erstellt am 02. Dezember 2010, 14:26

Schmied: "Nehme PISA-Studie sehr ernst". Trotz der Vorbehalte der OECD über das Österreich-Ergebnis nimmt Unterrichtsministerin Claudia Schmied die PISA-Studie 2009, deren Ergebnisse am 7. Dezember präsentiert werden, "sehr ernst".

 |  NOEN
Die Studie sei für sie "von sehr großer Relevanz", sagte Schmied am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Die Vorbehalte der OECD und die Verteidigung der Daten durch das Institut für Bildungsforschung (BIFIE) ist für die Ministerin "ein Methodenstreit, den ich auch gerne den Experten überlassen möchte".

Aus diesem Grund habe sie auch das BIFIE beauftragt, gemeinsam mit der OECD hier noch mehr ins Detail zu gehen. Vielleicht könne man so doch noch "Validität für den Längsvergleich bekommen". PISA sei aber eine von vielen Befunden und Studien und "nicht das einzige Messinstrument".

Dass die OECD ihren Vorbehalt mit der "negativen Atmosphäre" zur Zeit der Testung im Frühjahr vergangenen Jahres begründet, kann Schmied nachvollziehen, schließlich sei sie damals "mittendrinnen im Konflikt" gewesen. Die Ministerin erwartet sich, dass die Ergebnisse der PISA-Studie "einmal mehr ein Appell an uns alle, die wir in der Bildungspolitik verantwortlich sind, sein werden, parteipolitische Grenzen zu überwinden und in der Bildungspolitik die notwendigen Reformen entschlossen fortzusetzen". Es müsse "ein Ruck durchs Land gehen, was Vorwärtsstrategie und Bildungspolitik betrifft". Auch in der Bevölkerung sei die Stimmungslage klar, "dass es weniger Bedarf an weiteren Diskussionen, Arbeitsgruppen und Kommissionen gibt, sondern dass wir jetzt die Umsetzung brauchen".