Erstellt am 02. Juli 2011, 15:52

Schmied verspricht Mehraufwand-Abgeltung. Unterrichtsministerin Schmied freut sich über die "große Akzeptanz der Schulpartner", also Lehrer, Eltern und Schüler, für die von ihr angestrebte Reform der Oberstufe. Dass es den Lehrern um eine entsprechende Entlohnung, etwa für die geplanten Förderkurse und Lernbegleitung gehe, stört Schmied nicht: "Das muss natürlich abgegolten werden", sagte die Ministerin im Ö1-"Im Journal zu Gast".

Unterrichtsministerin Schmied freut sich über die "große Akzeptanz der Schulpartner", also Lehrer, Eltern und Schüler, für die von ihr angestrebte Reform der Oberstufe. Dass es den Lehrern um eine entsprechende Entlohnung, etwa für die geplanten Förderkurse und Lernbegleitung gehe, stört Schmied nicht: "Das muss natürlich abgegolten werden", sagte die Ministerin im Ö1-"Im Journal zu Gast".

Mit dem mit der ÖVP geschlossenen Kompromiss bei der "Modularen Oberstufe" kann Schmied "gut leben". Mit dem Reformprojekt wolle man die Oberstufe "an den Uni-Betrieb heranführen", im Herbst soll es Informationsmaterial darüber geben. Ausweichend beantwortete Schmied die Frage, ob sie die ÖVP und ihr Gefeilsche um die Zahl der Fünfer, mit denen man aufsteigen kann, verstehe: "Ich konzentriere meine ganze Kraft auf die Umsetzung der Projekte und möchte das Verhalten der ÖVP nicht weiter kommentieren."

Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder ÖVP-Verhandler in der Schulpolitik gewechselt haben, hofft Schmied dass ihr VP-Bildungssprecher Werner Amon als Gegenüber "nicht abhandenkommt", da er sich in der Schulpolitik als "verlässlicher und vertrauensvoller Partner" erwiesen habe. Angesichts wichtiger Projekte wie die Reform der Pädagogenausbildung und des Lehrerdienst- und -besoldungsrechts brauche sie eine "Partnerschaft, die hält, und mit der man ins Ziel kommt".

Kritik an Schmied kam von der Opposition. Die Grünen vermissen eine Gesamtreform des Bildungssystems. "Bildungsministerin Schmied möchte gerne als große Reformerin dastehen, tatsächlich bäckt sie aber nur sehr kleine Brötchen", stellte Grünen-Bildungssprecher Walser fest. Die Freiheitlichen orten ein permanent sinkendes Bildungsniveau und fordern Schmied deshalb zur "Selbstreflexion" auf. BZÖ-Bildungssprecherin Haubner erwartet sich von der Ressortchefin einen "klaren Finanzierungsplan".