Erstellt am 24. Juni 2012, 13:37

Schmied will auch in AHS-Standorte investieren. Unterrichtsministerin Schmied sagte am Sonntag auch in AHS-Standorte zu investieren. 1,2 Mrd. Euro gingen in die AHS-Standorte, über 850 Mio. Euro in die Sanierung und Erweiterung.

Auch von Projekten wie kleinere Klassen oder schulische Tagesbetreueung würden die AHS profitieren, sagte die Ministerin. Anfang Mai hatte sie genau das Gegenteil behauptet. Damals gab sie an, zusätzliche Gelder in den Ausbau der "Neuen Mittelschule" (NMS) zu stecken. Gleichzeitig machte Schmied klar, dass ihr "politisches Ziel die gemeinsame, ganztägige Schule der 10- bis 14-Jährigen", das aber "derzeit nicht realisierbar ist", die NMS sei aber ein "Meilenstein".

Bildungspolitik ist für Schmied "das Bohren sehr harter Bretter", da dürfe man niemals locker lassen. Bildung sei klarer Schwerpunkt in der Bundesregierung und im Budget und "wir müssen Schritt für Schritt für Schritt weiterarbeiten, mit viel Engagement".

Die Zentralmatura bezeichnete sie trotz der Verschiebung um ein Jahr als "erstklassig vorbereitet". Dass sie "von den Kommentatoren nicht gefeiert wird", sei ihr zum Zeitpunkt der Entscheidung für die Verschiebung bewusst gewesen, "es war uns wichtiger, die Beteiligten mit an Bord zu haben".

Die derzeit laufenden Verhandlungen für ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrer könnten aus Schmieds Sicht "noch intensiver sein". Wichtig ist ihr, dass dies nicht ihr Projekt alleine, sondern ein Regierungsprojekt sei. Dass das Lebenseinkommen sinke, wie von Gewerkschaftsseite zu hören war, stimme nicht. Vielmehr werde es erhöht, "man muss das barwertmäßig bewerten".

Von der Opposition kam Kritik. Das BZÖ will Schmied den Titel "Master of Desaster" verleihen, denn im Bildungsbereich herrsche "das blanke Chaos". Auch die Grünen forderten: "Genug der Worte, wir wollen Taten sehen.""Peinliches Eigenlob" Schmieds sowie einen "galoppierenden Verfall des Bildungsniveaus" orten die Freiheitlichen.