Erstellt am 07. Juli 2011, 10:47

Schmied will Pädagogen-Ausbildung neu regeln. Transparente und klar geregelte Finanzierung durch die öffentliche Hand - das ist für Unterrichtsministerin Schmied einer von zehn Punkten, die bei der geplanten neuen Pädagogen-Ausbildung umgesetzt werden müssen. Autonomie wie an den Universitäten soll es für die künftigen Bildungsinstitutionen aber nicht geben, so Schmied am Mittwochabend. "Das geht mir zu weit."

Die neuen Lehrerausbildungsstätten bräuchten "geordnete Verhältnisse", betonte sie, eine Lehrerausbildung "kann kein Massenstudium sein". Um einheitliche Qualität der Ausbildung sicherzustellen, will Schmied zudem "Curricula nach einheitlichen Kriterien vom Neusiedler- bis zum Bodensee".

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für Schmied, dass die künftigen Institutionen, bei denen entweder die Pädagogischen Hochschulen (PH) oder Unis die Federführung übernehmen, klar organisiert sind. "Wer verantwortlich ist, muss klar geregelt sein." Schmied würde dabei eine Aufwertung der in ihr Ressort fallenden PH zu Pädagogischen Unis und das Dazuholen von Fachbereichen der Unis bevorzugen. Die Alternative wäre, dass die Unis die Lehrerbildung als School of Education mit einer gewissen Personal- und Budgethoheit herauslösen und die bisherigen Leistungen der PH dazuorganisieren.

Bis auch für Kindergartenpädagogen Bachelor und Master die Regelabschlüsse für den Berufseinstieg sind, dürfte es trotz der neuen Pädagogenausbildung noch länger dauern. Dafür fehle derzeit noch das entsprechende akademische Personal. Diese Berufsgruppe wird deshalb noch länger an den Bildungsanstalten für Kindergarten (Bakip) ausgebildet werden. Allerdings sollen die dortigen Lehrenden speziell aus- und fortgebildet werden, so Schmied. Außerdem soll Absolventen der Bakip künftig der Umstieg in den tertiären Bereich erleichtert werden.