Erstellt am 23. Januar 2013, 00:00

,Schneefrei‘ für Beamte. Beschwerden / Erzürnte Eltern: Trotz Schneechaos kein schulfreier Tag. Das Land schickte seine Bediensteten aber früher nach Hause.

Ein Nachspiel hatten die starken Schneefälle der Vorwoche im Landesschulrat: Nachdem Präsident Gerhard Resch sich dazu entschlossen hatte, am Freitag den Unterricht im ganzen Land stattfinden zu lassen, hagelte es Beschwerden besorgter Eltern.

Manchen von ihnen stieß auch übel auf, dass ihre Kinder durchs Schneechaos in die Schule geschickt wurden, während die Landesbediensteten am Donnerstag ab 14 Uhr freibekamen. Im Generalsekretariat der Landesregierung wird dieser Schritt gegenüber der BVZ wie folgt begründet: „Der Landeshauptmann wollte, dass die Menschen bei Tageslicht sicher nach Hause kommen.“

„Gestrandeter“ Schulbus heizte die Diskussion an 

Resch aber sah am Donnerstagabend noch keine Veranlassung dafür, am Freitag den Unterricht entfallen zu lassen. Die Causa gewann aus Sicht der Eltern zusätzlich eine gewisse Dramatik, als ein vollbesetzter Schulbus aufgrund von Schneeverwehungen auf der B50 feststeckte. „Ich habe selbst versucht, zu den Kindern durchzukommen“, sagt dazu Gerhard Resch im Gespräch mit der BVZ. Auch an der Krisensitzung in der Eisenstädter Bezirkshauptmannschaft nahm der Landesschulratspräsident teil.

Dass es zu diesen Problemen kommen würde, habe er im Vorfeld ja nicht wissen können, meint Resch: „Ich hatte den Eltern aber freigestellt, ihre Kinder zu Hause zu lassen, wenn der Schulweg zu gefährlich ist. Das Fernbleiben gilt in diesem Fall als entschuldigt.“