Erstellt am 30. März 2011, 14:06

Schon wieder Zahlung fällig. KLAGE? / Die Bank Burgenland soll eine im Jahr 2008 erhaltene Millionen-Dividende zurückzahlen.

Die Bank Burgenland kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Finanzmarktaufsicht verlangt 26,3 Millionen Euro zurück.SEEBACHER  |  NOEN
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Am Montag erhielt die Bank Burgenland ein Schreiben von der Finanzprokuratur mit der Aufforderung, 26,3 Millionen Euro zurückzubezahlen. Warum? 2008 gab es für die Altaktionäre der Hypo Alpe Adria eine Sonderdividendenauszahlung. Die Bank Burgenland durfte sich damals über 20,7 Millionen Euro freuen. Geld, das laut Finanzmarktaufsicht (FMA) den Aktionären nicht zugestanden hätte, weil die gute Bilanz der Hypo Alpe Adria im Jahr 2007 nur durch Finanztricks zustande gekommen sei.

Bank Burgenland Vorstand Gerhard Nyul bestätigt den Eingang des Briefes. Othmar Ederer, Vorstand der Haupteigentümer Grazer Wechselseitigen Versicherung (GRAWE), dazu: „.Die Forderung erachten wir als völlig unbegründet und werden daher eine Zahlung ablehnen.“ Ob es sich die Bank überhaupt leisten könne, eine Summe dieser Höhe zurückzuzahlen? „Sowohl die Bank Burgenland als auch die GRAWE sind mit ausreichenden Mitteln ausgestattet“, bestätigt Ederer. Bis 7. April müsste die Rückzahlung erfolgen, ansonsten werde die FMA Klage einbringen. „Sollte dies tatsächlich passieren, werden wir versuchen, über alle Instanzen hinweg unsere Meinung zu vertreten“, so Nyul.