Erstellt am 01. Juni 2015, 20:32

von APA/Red

Schreiter bleibt NEOS-Landessprecher. Am Tag nach der Landtagswahl, bei der sie an der Vier-Prozent-Hürde gescheitert waren, analysierten Burgenlands NEOS bei einer Klausur in Neudörfl das Wahlergebnis. Personell und organisatorisch bleibe bei den NEOS im Burgenland grundsätzlich "alles so, wie es ist", so Bundesgeschäftsführer Feri Thierry.

Christian Schreiter aus Neudörfl, NEOS-Spitzenkandidat: »Wir wussten immer, dass es für NEOS im Burgenland schwer werden würde. Hier sind die Parteistrukturen besonders verkrustet, hier regiert Niessl wie ein Gutsherr."  |  NOEN, Richard Vogler
Personell und organisatorisch bleibe bei den NEOS im Burgenland grundsätzlich "alles so, wie es ist", so Bundesgeschäftsführer Feri Thierry. Christian Schreiter bleibe somit weiterhin Landessprecher. "Das, was sich ändern wird, ist, dass wir mehr werden", meinte Thierry. Nächstes Etappenziel sei die Gemeinderatswahl 2017: Da sei es wichtig, dass man jetzt schon anfange, Strukturen aufzubauen. Die Vorbereitungen sollen in den nächsten Wochen anlaufen.

Durch die Niederlage bei der Landtagswahl will man sich nicht entmutigen lassen. "Wir sind unerschütterliche Optimisten, das zeichnet uns auch aus", sagte Thierry.

Bei der Klausur wurde auch analysiert, was im Wahlkampf gut und was weniger gut gelaufen sei. "Ich glaube, dass wir ein sehr motiviertes Team haben", so der Bundesgeschäftsführer. Auf der anderen Seite müsse man "noch breiter werden und noch mehr Leute gewinnen." Da sei man noch zu schwach aufgestellt.

"Wunsch nach Veränderung ist unbestritten"

"Dass es den Wunsch nach Veränderung gibt, ist seit gestern unbestritten", interpretierte Thierry den Ausgang der Landtagswahl: "Was wir noch nicht ausreichend geschafft haben, ist, diesen Wunsch in unsere Richtung zu kanalisieren."

Im Wahlkampf hatten die NEOs ein Potenzial von rund 20.000 Wählern ausgemacht, das man erreichen wollte, um die nötigen Stimmen für den Einzug in den Landtag zu bekommen. Das gelang nicht wie gewünscht: "Wir waren einfach nicht ausreichend viele, um diese 20.000 anzusprechen", so Thierry. In Zukunft brauche man "mehr Menschen, die für uns laufen. Dann haben wir auch die entsprechenden Kommunikationswege."

Die Struktur des Burgenlandes zeige, dass Veränderungen länger bräuchten. "Da braucht man einen langen Atem, aber den haben wir", meinte der Bundessprecher: " Die Grünen haben es erst beim vierten Antreten geschafft, in den Landtag einzuziehen. Unser Ehrgeiz ist, dass wir es schon in der halben Zeit schaffen."

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