Erstellt am 01. April 2014, 12:05

Schüler beim Problemlösen im Mittelfeld. Die österreichischen Schüler sind beim PISA-Test im Bereich Problemlösen im Mittelfeld gelandet.

Die 15- bis 16-Jährigen erreichten bei der Erhebung 506 Punkte und liegen damit praktisch genau im OECD-Schnitt (500) bzw. auf Rang 15 der 28 OECD-Länder. Die besten Ergebnisse wurden im Nicht-OECD-Staat Singapur (562) erzielt, gefolgt von Südkorea (561), Japan (552), Kanada (526) und Australien (523). 

Chinesische Schüler im Spitzenfeld

Im Spitzenfeld der 2012 durchgeführten Erhebung liegen auch die chinesischen Provinzen bzw. Regionen Macao, Hong Kong (je 540) und Shanghai (536) sowie das Nicht-OECD-Land Taiwan (534). Die besten Ergebnisse in Europa lieferten Finnland (523), England (517) und Estland (515). Außerdem liegen noch Frankreich, die Niederlande (je 511), Italien (510), Deutschland, Tschechien (je 509), Belgien und die USA (je 508) signifikant über dem OECD-Schnitt.

Im OECD-Schnitt befinden sich neben Österreich noch Norwegen (503), Irland (498), Dänemark (497) und Portugal (494). Signifikant unter dem OECD-Schnitt liegen etwa Schweden (491), Russland ( 489), die Slowakei ( (483), Polen (481), Spanien (477), Slowenien (476), Ungarn (459) und die Türkei (454). Schlechtestes OECD-Land ist Chile (448), schlechtester EU-Staat Bulgarien (402) und schlechtester Teilnehmerstaat insgesamt Kolumbien (399).

Wenig leistungsschwache Schüler

"In Österreich liegen die Leistungen im kreativen Problemlösen im OECD-Durchschnitt. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sind allerdings etwas niedriger als man angesichts der Ergebnisse in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften erwarten würde", schreibt die OECD in ihrer Ländernote. "Dennoch gibt es in Österreich anteilig weniger leistungsschwache Schülerinnen und Schüler im Bereich Problemlösen als in den meisten anderen OECD-Ländern."

Problemlöse-Tests zuletzt 2003

"Problemlösen" wird bei PISA nur in unregelmäßigen Abständen getestet. Zuletzt war das 2003 der Fall - Österreich lag damals etwas über dem OECD-Schnitt. Anschließend wurden die Problemlöse-Tests eingestellt, da sie praktisch die gleichen Resultate brachten wie die anderen abgetesteten Bereiche. Die jüngsten Ergebnisse in den PISA-Hauptkategorien Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften waren bereits im Dezember 2013 vorgestellt worden. Österreich lag dabei in der Mathematik signifikant über dem OECD-Schnitt, in den Naturwissenschaften im OECD-Schnitt und im Lesen darunter.

Bei den Problemlösen -Testaufgaben ging es nicht um fachspezifisches Wissen. So mussten etwa an einem virtuellen Fahrscheinautomaten bestimmte Tickets gekauft oder auf einer Straßenkarte die Dauer der schnellsten Route von einem Ort zum anderen herausgefunden werden.