Erstellt am 11. Januar 2011, 10:52

Schüler planen Sozialprojekte mit Unterstützung von BIPA. Seit Oktober 2010 können Schulklassen – von der 9. bis zur 13. Schulstufe – mithilfe von BIPA soziale Projekte in ihrem Umfeld planen, einreichen und schließlich realisieren: Denn das Unternehmen stellt im Rahmen eines Schulprojektes 500.000 Euro zur Verfügung, um so österreichischen Schülerinnen und Schülern beim Helfen zu helfen.

 |  NOEN

Seit Oktober 2010 können Schulklassen – von der 9. bis zur 13. Schulstufe – mithilfe von BIPA soziale Projekte in ihrem Umfeld planen, einreichen und schließlich realisieren.
Für eine Teilnahme am BIPA Schulprojekt haben engagierte SchülerInnen zusammen mit einem
betreuenden Lehrer die Möglichkeit, ihre Idee in Form einer Kurzbeschreibung ihres Projekts auf
www.bipaschulprojekt.at hochzuladen.
Einreichungen sind noch bis 28. Februar 2011 möglich.
Für eine Projekt-Realisierung ist es notwendig, möglichst viele „Likes“ auf der eigens ins Leben gerufenen Website zu sammeln. Ziel ist es, dass die SchülerInnen selbst aktiv werden und in ihrem Umfeld (Freunde, Lehrer, Familien) UnterstützerInnen für ihr Projekt finden. Die Projekte mit den meisten UnterstützerInnen werden dann von BIPA finanziert und von der jeweiligen Klasse umgesetzt.

Von der Idee bis zur Umsetzung werden die engagierten Schulklassen von ihren LehrerInnen und
dem BIPA-Schulprojektteam betreut und unterstützt.


Vielfalt der Bipa Schulprojekte
Aktuell verzeichnet das BIPA Schulprojekt über 9.000 UnterstützerInnen, 30 eingereichte Projektideen, für die auf www.facebook.com/BIPASchulprojekt gevotet werden kann, genauso wie etwa 30 Projekte im Entwurfsmodus.

Die Kraft der Farben
Eine nachhaltige Idee hatten die SchülerInnen des „Borg Krems“: Im Zuge der Neugestaltung der bis dato tristen und leeren Verabschiedungsräume im Landesklinikum Krems wollen die SchülerInnen des bildnerischen Zweiges farbenfrohe Acryl- und Ölgemälde gestalten, um die positive Kraft von Bildern zu vermitteln und den Menschen im Klinikum Unterstützung zu bieten.

Obst zur Armutsbekämpfung
Mit diesem Thema beschäftigt sich das Projekt der SchülerInnen des „Hauptschulabschluss für
Externistenschüler – deine 2. Chance“ aus Dornbirn. Im Rahmen ihres Projekts wollen die SchülerInnen Obstbäume und Beerensträucher auf bisher ungenutzten Grünflächen oder Flächen, deren alter Bestand erneuert werden muss pflanzen. Die Pflege und Ernte wird von arbeitslosen Jugendlichen sowie Jugendlichen mit einem Handicap übernommen. Die daraus gewonnenen Früchte werden an Bedürftige kostenlos verteilt oder weiterverkauft. Der Erlös wird den im Projekt arbeitenden Jugendlichen zugute kommen. Diese langfristig greifende Maßnahme soll nicht nur arbeitslosen Jugendlichen eine sinnstiftende Tätigkeit verschaffen, sondern ermöglicht auch die kostenlose Verteilung hochwertiger Lebensmittel an Bedürftige.

Generationsübergreifendes Rezept
Auch die SchülerInnen der 2. Klasse der „Fachschule für wirtschaftliche Berufe Mureck“ in der Steiermark hatten eine besondere Idee. Zusammen mit Senioren eines betreuten Wohnhauses wollen sie Rezepte ausarbeiten, nachkochen und ein Kochbuch erstellen, welches später in der Schule und im Wohnheim verteilt wird. Es soll daran erinnern, den Kontakt zu den Senioren auch weiterhin aufrecht zu erhalten.

Weihnachten teilen
Um Familien in finanzieller Notlage zu unterstützen, will die Schulklasse des „GRG 17 Parhamerplatz“ in Wien für eine bedürftige Familie ein Geschenk zusammenstellen, in dem von der Kleidung über
Nahrungsmittel bis hin zu Hygieneartikeln und Spielzeug alles schön verpackt wird.

Oma/Opa Projekt
Die „Handelsakademie Perg“ hat sich zum Ziel gesetzt, das Ansehen der Oma/Opa Generation zu stärken. Im Rahmen eines Oma/Opa Awards sollen die „Helden von Heute“ gewürdigt werden. Die Sieger in den verschiedenen Kategorien werden mit Preisen und Pokalen ausgezeichnet, um ihnen
Anerkennung entgegen zu bringen und sie für ihre erbrachten Leistungen zu ehren.

Mehr Verständnis für einander
Ziel ist die Erstellung einer Lernplattform für Deutsch lernende Benutzer und Benutzerinnen im
Internet. Die „HTL Rennweg“ in Wien setzt sich mit dieser Projektidee für die gesamtgesellschaftliche
Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund ein. Die selbst
programmierten Lernspiele auf der Lernplattform sollen dem Erwerb der deutschen Sprache und
zur Überprüfung des Lernerfolgs dienen. In der Umsetzung werden passende Lernspiele programmiert,
damit auch möglichst viele Personen diese Lernplattform einsetzen.

Barrierefreiheit
Das „TGM Wexstraße“ aus Wien hat das Projekt „Barrierefreier Zutritt für SchülerInnen mit Behinderungen zu den eigenen Klassenzimmern“ ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projektes planen die SchülerInnen eine flachere Auffahrt, um behinderten SchülerInnen einen leichteren Zugang in die Eingangshalle zu ermöglichen. Einige Tische und Waschbecken werden höhenverstellbar gemacht, der Bau einer zusätzlichen Toilette ist ebenfalls geplant. Als technische Schule will das „TGM Wexstraße“ damit gleichzeitig Vorbild für alle weiteren Schulen in Österreich sein und es allen interessierten SchülerInnen Österreichs ermöglichen, sich beim „TGM“ Informationen für die Verbesserung ihrer Schule zu holen.

Zeitreise der Generationen
Jung braucht Alt und Alt braucht Jung. Das Projekt des „BFI-Berufsförderungsinstituts“ in Steyr läuft
unter dem Titel „Zeitreise“ und soll beide Generationen auf einen Level bringen. Am Ende soll die
Erkenntnis kommen: Alter spielt überhaupt keine Rolle, es sei denn, man ist ein Käse.
Woher sollen die Jungen altes Wissen einholen, wenn es keine Alten gäbe? Und wer unterstützt
die Alten, wenn keine Jungen da wären? Dieses Thema hat sich das „BFI-Berufsförderungsinstitut
Steyr“ zum Anlass genommen, um eine Schnitzeljagd mit Alt und Jung zu veranstalten. Sie werden
merken, dass es ja doch nicht ganz ohne die andere Generation geht.

Computerkurs für Menschen mit Behinderung
Das Ziel des Projektes der „HTL-Perg“ ist es den richtigen Umgang mit Menschen mit Behinderung
zu erlernen und durch den direkten Kontakt mit den behinderten Menschen Scheu und Vorurteile
abzubauen. Darüber hinaus soll das Projekt auch dazu anregen, über soziale Probleme nachzudenken. Durch den Computerkurs soll den Behinderten ein Platz in der so genannten „normalen“ Gesellschaft eingeräumt werden. Der Austausch in einer gemütlichen Schulatmosphäre zwischen Menschen mit Behinderung und Jugendlichen bedeutet eine Bereicherung des Schulalltages, indem ein Zeichen gesetzt wird, dass neben Leistung auch der Mensch zählt.

Mit Kindern tanzen und musizieren
Die sehr kreative und musikalische Klasse des „BRG Leoben“ möchte mit sozial benachteiligten
Kindern ein Musik- und Kunstprojekt starten, das hauptsächlich den Kindern ihres Bezirkes zugute
kommt, die sonst eher benachteiligt sind. Dazu gehören: Die Kinder des Josefinums Leoben
(Kinderheim), Schülerinnen und Schüler der Volksschulen aus Leoben, die von den Lehrerinnen und
Lehrern (von der Fürsorge) weitervermittelt werden. Geplant ist mit den Kindern zu tanzen, singen
und zu malen. Die Bilder sollen in einer Ausstellung gezeigt werden. Die erarbeiteten musikalischen
Stücke und auch die Tänze werden im Rahmen der Abschlussveranstaltung auf einer Bühne im
Dominikanerhof im LCS der Öffentlichkeit präsentiert.

Lebensqualität verbessern
Die 6A-Klasse des „BG/BRG Judenburg“ will im Rahmen ihres Projektes für die soziale Einrichtung
„Betreutes Wohnen der Simultania Liechtenstein“ einen so genannten „Snoezelraum“ einrichten und
gestalten. Der „Snoezelraum“ wird von der Klasse selbst eingerichtet mit Materialien, die ausgesuchte
Sinneswahrnehmungen anregen sollen. Beim „Snoezeln“ ist es möglich, sich auf einzelne
Sinneswahrnehmungen, wie z.B. nur das Tasten, zu konzentrieren. Die Sinne sollen hierbei nicht in
der Breite, sondern in der Tiefe angesprochen werden. Ermöglicht werden soll dies durch selektives
Anbieten der gewünschten Reize, gleichzeitig sollen unerwünschte Reize reduziert werden (z.B.
durch Abdunkeln des Raumes). Das Reizangebot wird so geplant, dass es dem Kind angenehme
Sinneswahrnehmungen ermöglicht.

Zeit schenken
Die SchülerInnen der „HAK/HAS Amstetten“ möchten mit ihrem Projekt „Du bist nicht alleine – Infobroschüre für krebskranke Kinder“ die Eltern der erkrankten Kinder bei der aufwendigen Suche
nach Informationen über finanzielle Unterstützung von Bund, Land und Gemeinden, psychologische
Hilfsstellen für betroffene Kinder und deren Angehörige, Heilbehelfe, rechtliche Bestimmungen wie
die Hospizkarenz u.ä. zur Seite stehen. Alle relevanten Informationen werden in der Broschüre zusammengefasst. Dadurch soll den Eltern geholfen werden, die Zeit, die sie für die Informationssuche aufgewendet hätten, sinnvoll für sich selbst und ihre Angehörigen zu nützen.

Alle Informationen sind auch unter www.bipaschulprojekt.at zu finden.