Erstellt am 14. Mai 2014, 23:59

von Wolfgang Millendorfer

Schule im Umbruch. Nach Abschaffung der Bezirksschulräte werden neue Inspektoren gesucht. Auch Präsident Resch übergibt sein Amt.

»Babysitten statt Büro.« Gerhard Resch tritt im September den Ruhestand an und freut sich schon auf die Zeit mit der Familie.  |  NOEN, Millendorfer

Ein seit langer Zeit angekündigter Schritt wird im August in die Tat umgesetzt: Mit Umwandlung der sieben Bezirksschulräte in zwei Bildungsregionen soll das Sparpotenzial in der Schulverwaltung besser ausgeschöpft werden. Die Reform bringt ab Herbst auch neue Köpfe mit sich.

Während die Bildungsregion Süd von der jetzigen Bezirksschulinspektorin Gerlinde Potetz weiterbetreut wird, schreibt man für das Nordburgenland sowie für die Standorte Eisenstadt und Oberwart drei Stellen aus. Die Schulinspektoren Wolfgang Kery (Bezirk Neusiedl am See), Franz Fischer (Eisenstadt) und Reinhard Goger (Oberwart) treten den Ruhestand an.

Präsident Resch: Sieben mögliche Nachfolger 

Der „prominenteste Pensionär“ in der Schulverwaltung heißt ab September Gerhard Resch: Mit 63 Jahren verabschiedet sich der amtsführende Landesschulratspräsident von seinem Posten. Der Nachfolger wird von Landeshauptmann Hans Niessl persönlich nominiert – so sieht es das Gesetz vor. Namen will Resch keine nennen. Nur soviel: Die Liste der möglichen Nachfolger umfasst zehn Personen – und drei davon könne man nun streichen, nachdem die SPÖ-Regierungsmitglieder Helmut Bieler und Verena Dunst sowie Landtagspräsident Gerhard Steier ihre neuerliche Kandidatur bei der Landtagswahl 2015 bekannt gegeben haben.

Ab Herbst startklar für Reformen 

Fixiert wird die Resch-Nachfolge dann im Herbst im Landesschulrats-Kollegium. Mit Beginn des neuen Schuljahres sollen auch die Namen aller Pflichtschulinspektoren feststehen.

Nachdem die Sparmaßnahmen im Bildungsbereich zuletzt für heftige politische Diskussionen gesorgt hatten, zeigt man sich mit den geplanten Neuerungen zufrieden. Für VP-Bildungssprecher Christian Sagartz ist die Abschaffung der „zahnlosen“ Bezirksschulräte ein „logischer Schritt“. Landeschef Niessl sieht mit der Reform den Weg zu einer „effizienten und schlanken Verwaltung“ gesichert.