Erstellt am 17. September 2014, 07:08

von Wolfgang Millendorfer

Schulinspektor Fischer: „Es geht nicht ums Amtl“. Amtsführender Landesschulrats-Präsident und Vize stehen im Burgenland außer Frage: „Organisatorisch sinnvoll.“

Ab Dezember in Pension: LSR-Vize Franz Fischer.  |  NOEN, BVZ
In ganz Österreich hat das Besetzungs-Geplänkel um den Wiener Stadtschulrat die Aufmerksamkeit auf den „machtlosen“ Posten des Vizepräsidenten gerichtet: Dieser kann den Landesschulratspräsidenten überhaupt nicht vertreten, verdient aber ganz gut.

Vorarlberg, Tirol und Salzburg haben den Posten bereits abgeschafft; im Burgenland gibt es ihn auch weiterhin – aufgrund eines mehr als 20 Jahre alten Regierungsbeschlusses.

Sowohl für die Landespolitik als auch für den Landesschulrat (LSR) steht jedoch fest: „Eine pädagogisch und organisatorisch sinnvolle Regelung.“ Der SPÖ-nahe amtsführende LSR-Präsident Gerhard Resch betont, dass die Zusammenarbeit mit seinem ÖVP-nahen Vize Franz Fischer sehr gut funktioniere.

Landes-Unternehmen: Doppelt hält besser

Fischer, der wie Resch bald in Pension geht, ist zugleich auch als Schulinspektor tätig. Als Vize übt er „nur“ eine Kontrollfunktion aus, aber: „Es geht nicht um irgendein Amtl, sondern darum, für Schüler und Lehrer das Beste rauszuholen“, sagt Fischer. Und das funktioniere durch die doppelte Besetzung auf Expertenbasis und weitgehend abseits der politischen Debatten.

Von der Opposition vielfach kritisiert, gibt es das proporzmäßige SPÖ-ÖVP-Doppel in nahezu allen landesnahen Unternehmen und Verbänden. Dabei setze man aber auf Transparenz, heißt es.

So bewegen sich die Obmann-Gagen – etwa beim Wasserleitungsverband – bei rund 2.500 Euro brutto. Ebensoviel verdient der LSR-Vize; für den amtsführenden Präsidenten gibt es „105 Prozent eines Nationalrats-Gehaltes“.