Erstellt am 21. Januar 2015, 05:24

von Wolfgang Millendorfer

Schulstandorte in Gefahr?. Pläne des Bildungsministeriums würden 35 von 41 Mittelschulen betreffen. Landes-SP widerspricht „ihrer“ Ministerin.

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Auch in den burgenländischen Schulen sorgte SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek für einen „Schock“: Ihr Vorschlag, Neue Mittelschulen mit weniger als 300 Schülern zu schließen, löste Proteste aus – BVZ.at hatte berichtet:



Obwohl die Ministerin nun präzisiert, der Plan ziele „nicht auf Häuser, sondern auf Verwaltungseinheiten ab“, bleibt es beim Nein aus dem Burgenland.

Betroffen wären immerhin 35 von insgesamt 41 Standorten. Landeshauptmann Hans Niessl lässt seiner Parteikollegin daher ausrichten: „Das werde ich mit Sicherheit nicht akzeptieren.“ Für den amtsführenden Landesschulrats-Präsidenten Heinz Josef Zitz ist die Untergrenze von 300 Schülern „kein Thema im Burgenland“.

„Schüler nicht zu Pendlern machen“

Laut Gesetz liegt diese Grenze bei 80 und im Bereich der kleinen Volksschulen bei zehn Schülern. Und das, so Niessl, soll auch so bleiben: „Wir wollen doch nicht Sechsjährige zu Pendlern machen!“

Auch im „Notfall“ sollen einzelne Standorte erhalten bleiben, wie jetzt die erste Bezirks-übergreifende Kooperation zeigt: Als Expositur der Neuen Mittelschule Lockenhaus kann die NMS Bernstein fortbestehen (siehe auch die entsprechenden Artikel aus

und ).

Zum zuletzt umstrittenen Thema Direktions-Zusammenlegungen kündigte VP-Bildungssprecher Christian Sagartz nun eine Anfrage an den Landesschulrat an: „Wir wollen wissen, ob das wirklich eine Einsparung bringt.“

Auf Bundesebene geht es für Niessl indes in die erste Verhandlungsrunde der Bildungs-Arbeitsgruppe: Am Donnerstag werden heiße Fragen wie Lehrerverwaltung und Gesamtschule diskutiert.