Erstellt am 09. September 2015, 06:02

von Wolfgang Millendorfer

Schulstart für Flüchtlinge. Unter 32.000 burgenländischen Schülern befinden sich mehr als 100 Flüchtlingskinder. Das Motto: „Integration und Bildung.“

Heinz Josef Zitz: »Herausforderung, aber kein Problem.« Foto: BVZ  |  NOEN, unknown

Obwohl die Schülerzahlen rückläufig sind, lässt sich das Land die Bildung einiges kosten. So werden in den kommenden Jahren 111 Millionen Euro in den Aus- und Umbau von Schulen investiert (was die Schule Eltern kostet, lesen Sie auf Seite 9 der dieswöchigen BVZ).

Für Landeschef Hans Niessl „nachhaltige Investitionen in den Bildungsbereich, aber auch wichtige Impulse für die Wirtschaft“.

Ex-Volksanwältin Stoisits fungiert als Schaltstelle

Zusätzliches Geld vom Bund gibt es für die sprachliche Frühförderung. Dies kommt jetzt besonders zu tragen, da seit Montag mehr als 100 Flüchtlingskinder im Burgenland zur Schule gehen.

Der amtsführende Landesschulratspräsident Heinz Josef Zitz meint im Gespräch mit der BVZ: „Wir haben viel Erfahrung im mehrsprachigen Unterricht und sind gut vorbereitet. Von daher war es eine Herausforderung, aber kein Problem.“

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Bundesweit koordiniert ein bekanntes Gesicht aus dem Burgenland den Unterricht von Flüchtlingskindern: Die frühere Volksanwältin Terezija Stoisits fungiert als Schaltstelle zwischen den Landesschulräten. „Die Schule soll für diese Kinder ein Ort der Normalität und der Geborgenheit sein“, so Stoisits.

Auch für Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek gilt der Schulbesuch als wesentlicher Schritt zur Integration. ÖVP-Bildungssprecher Christian Sagartz fordert zudem ein mobiles Unterstützungsteam.

Was die Integration verhaltensauffälliger Kinder angeht, gab es von Landesrat Norbert Darabos grünes Licht: Wie berichtet, waren 70 Eingliederungshilfen mit Schulschluss gekündigt worden. Die Sonderbetreuung wird jetzt fortgeführt.