Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Schweinemast nun genehmigt. ANGST UM DAS GRUNDWASSER / In Lichtenwörth (NÖ) soll der nächste Schweinestall kommen. Im Burgenland will dies die SPÖ noch verhindern.

Im Burgenland fürchtet man um das Grundwasser. Ein weiterer Schweinemastbetrieb im benachbarten Lichtenwörth (Niederösterreich) mit 2.490 Schweinen ist geplant, die Nitratbelastung ist dort infolge der vielen Schweineställe bereits jetzt dreimal so hoch wie erlaubt. Der erste Versuch wurde nach Interventionen verhindert. Bauer Karl Tösch reichte einen zweiten Antrag, dieses Mal nur 250 Meter vom ersten Standort entfernt, ein und die Einspruchsfrist ist nun abgelaufen. SP-Klubobmann Christian Illedits und Landesgeschäftsführer Robert Hergovich versuchen nun mit einer Landtagsinitiiative und Landeshauptmann Hans Niessl mit einem Schreiben an VP-Umweltminister Nikolaus Berlakovich (er soll eine Amtsbeschwerde bei der zuständigen Stelle der NÖ-Landesregierung einleiten) dies zu verhindern. „Das Trinkwasser ist gefährdet, Berlakovich soll endlich Aktivitäten setzen“, so Illedits. „Die Entscheidung fällt in die rechtliche Kompetenz der Länder, diese sind am Zug“, so aus dem Büro von Berlakovich. Die VP Burgenland will im Bereich Neufeld mit dem burgenländischen Wasserleitungsverband und dem Land Niederösterreich ein bundesländerübergreifendes Schonwassergebiet umsetzen.