Erstellt am 05. Juni 2015, 13:58

"Science Buster" Gruber von Niessl enttäuscht. Mit dem Physiker und "Science Buster" Werner Gruber hat sich am Freitag ein weiterer einstiger Unterstützer von Hans Niessl enttäuscht gezeigt.

 |  NOEN, Pertramer
Gruber veröffentlichte ein Mail an den burgenländischen SPÖ-Chef, mit dem er ihm bereits am Dienstag dringend gebeten hatte, nicht mit der FPÖ zu koalieren. "Ich ersuche dich, überdenke dein Handeln - mit der FPÖ ist kein Burgenland zu machen", schrieb er.

"FPÖ sozial und menschlich letztklassig"

Das Mail habe er als persönliches Schreiben verfasst, als Niessl zwei Tage nach der Wahl und noch vor Start der Koalitionsverhandlungen realistisch über eine Zusammenarbeit mit der FPÖ geredet habe, sagte Gruber auf Anfrage. Er war Mitglied im Personenkomitee für Niessl. "Diese Unterstützung hast du von mir bekommen, weil ich weiß, wie wichtig dir Bildung ist", schrieb er an den "sehr geehrten Landeshauptmann" und "lieben Hans". Mit allen Parteien zu reden, sei "vernünftig und sinnvoll", aber "ich kann mir nicht vorstellen, dass es möglich ist, eine sinnvolle Regierung unter Beteiligung der FPÖ zu bilden".

Für vergangene Regierungsbeteiligungen der Freiheitlichen "zahlen wir heute noch". Und die FPÖ sei nicht nur "wirtschaftlich, nein, sie ist auch sozial und menschlich letztklassig" und "doch kein Partner, mit dem man gemeinsam Politik betreiben kann", schrieb Gruber. "Die FPÖ ist nicht für sozial schwache Gruppen da, sie ist auch nicht für die Bevölkerung da, sondern nur für sich selbst." Er fände es "schade um ein so schönes Bundesland", schloss er sein Schreiben, das er am Freitag auch auf Facebook stellte.