Erstellt am 01. September 2011, 13:24

Sehr hohe Zahlen bei Uni-Voranmeldung. In der Nacht auf Donnerstag, um Mitternacht, hat die Frist für die erstmals verpflichtende Voranmeldung für ein Studium im Wintersemester 2011/12 geendet. Nun sind die ersten Zahlen da - und sie sind teilweise exorbitant hoch. Der Chef der Universitätenkonferenz (uniko), Hans Sünkel, forderte eine "Nachjustierung" der Voranmeldung für das kommende Jahr.

Doch aussagekräftig oder mit der Zahl der Studienanfänger zu vergleichen sind die Voranmelde-Zahlen jedoch nicht, wie die Universitäten unisono klarstellen. Interessenten konnten sich nämlich für beliebig viele Studien an beliebig vielen Universitäten anmelden. So gingen an der Universität Wien knapp mehr als 40.000 Anmeldungen für Studien ein, die von etwa 30.000 Studieninteressenten kommen. Die Zahl der Interessenten ist damit mehr als doppelt so hoch wie jene der tatsächlichen Studienanfänger im Vorjahr (2010: 14.800). Der befürchtete deutsche Ansturm bleibt indes nach vorläufiger Einschätzung der Uni aus.

Auch an der Uni Innsbruck ist man mit einer großen Anzahl an Voranmeldungen konfrontiert: Die Zahl der vorangemeldeten Personen beläuft sich auf 11.081 und ist damit fast doppelt so groß wie jene der Erstsemestrigen im Vorjahr. Die reine Zahl der Neuzugelassenen, also exklusive jener, die das Studium wechseln oder ein Masterstudium beginnen, beträgt an der Uni Klagenfurt 1.534 und ist damit knapp die Hälfte höher als die Zahl der Studienanfänger im Vorjahr (2010: knapp mehr als 1.000).

Dass diese Zahlen nicht die erhoffte Planungssicherheit für die Universitäten bringt, darin sind sich die Unis einig. Hubert Lengauer, Vizerektor für Lehre an der Uni Klagenfurt, rechnet damit, dass "endgültige Klarheit" erst "am Ende der Inskriptionszeit im November herrschen" wird. Rektorenchef Sünkel kann sich für das kommende Jahr "vorstellen, dass man eine Prioritätenreihung durchführt, einerseits in Bezug auf die zu wählenden Studienangebote, als auch in Bezug auf die zu besuchenden Universitäten". Die Studenten sollen dabei jeweils maximal drei Möglichkeiten zur Wahl haben.