Erstellt am 29. Januar 2015, 08:35

von Wolfgang Millendorfer

„Zweite Chance“ für Wähler. Neun Tage vor dem Wahlsonntag kann am 22. Mai jeder ohne Anmeldung seine Stimme abgeben. Um Missbrauch auszuschließen, wird streng überwacht.

»Klartext reden und unterstützen.« Erich Hahnenkamp ist seit 15 Jahren bei Wahlen dabei. Am 31. Mai leitet er die Landtagswahl. Foto: Millendorfer  |  NOEN, Wolfgang Millendorfer
Die neue Verfassung macht‘s möglich: Wer am 31. Mai keine Zeit hat oder lieber werktags wählen geht, der kann seine Stimme zur Landtagswahl bereits am Freitag, dem 22. Mai, abgeben – und das ganz ohne Voranmeldung. In jeder Gemeinde muss dann ein Wahllokal für zumindest zwei Stunden geöffnet sein.

„Kuverts verpackt und versiegelt“

Sicherheit ist dabei oberstes Gebot, wie der Leiter der Wahlabteilung, Erich Hahnenkamp, betont: „Um das Wahlgeheimnis zu wahren und einen etwaigen Missbrauch auszuschließen, werden die abgegebenen Kuverts verpackt, versiegelt und erst am 31. Mai gemeinsam mit den anderen Stimmzetteln ausgezählt.“

Da mit den Briefwahlkarten ebenso verfahren wird, gibt es bei dieser Landtagswahl bereits am Sonntagabend ein Endergebnis. Damit erübrigt sich auch die bekannte Debatte um das taktische Wählen.

Startschuss für den Fristenlauf

Im Vorfeld der Landtagswahl beginnen bereits jetzt die Fristen zu laufen: Am 24. März werden die Wählerverzeichnisse aufgelegt; Einsprüche sind bis 2. April möglich.

Die Listen der einzelnen Parteien müssen bis spätestens 24. April im Landhaus einlangen. Gruppierungen, die nicht im Landtag vertreten sind, müssen zuvor noch Unterstützungserklärungen sammeln.

Stimmabgabe:

  • In jeder Gemeinde muss am 22. Mai ein Wahllokal für zumindest zwei Stunden – und zwischen 18 und 19 Uhr – geöffnet sein.

  • Zusätzlich gibt es weiter die Briefwahl (bei der Gemeinde zu beantragen) und die „fliegende Wahlkommission“.