Erstellt am 07. März 2012, 00:00

Sicherheit mit Strategie. STARTSCHUSS / „Bündelung der Kräfte“ und offizieller Auftakt zur Sicherheits-Initiative. Hinter den Kulissen wird aber diskutiert.

»Sicher im Burgenland«: Projektkoordinator Jürgen Karall, der wissenschaftliche Leiter Martin Langer, Landeshauptmann Hans Niessl und Sicherheitskoordinator Ernst Böcskör (v.l.).  |  NOEN, UTE RUPP

Mit rund einer Million Euro ist das EU-Projekt dotiert, das ab sofort „für noch mehr Sicherheit im Burgenland“ sorgen soll. Der Startschuss zur Erstellung einer eigenen Sicherheits-Strategie erfolgt im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung am 15. März.

Gestützt auf die Forschungen einer Expertengruppe des Fachhochschulcampus Wien und mit zahlreichen weiteren Kooperationspartnern soll nun im Lauf des Jahres jene Strategie erarbeitet werden, die laut Landeshauptmann Hans Niessl dafür sorgen soll, „dass das Burgenland auch in Zukunft zu den sichersten Regionen Europas zählt“.

Konflikt zwischen Polizeichef  und Sicherheitsdirektor?

Hinter den Kulissen gibt es indes jedoch Unstimmigkeiten. Grund dafür ist die von Landesvize Franz Steindl und Landespolizeikommandant Nikolaus Koch präsentierte Broschüre zur „Sicherheit in öffentlichen Gebäuden“.

Sicherheitsdirektor Erhard Aminger und die Mitglieder einer entsprechenden Arbeitsgruppe des Landes halten es „für befremdend, dass diese Broschüre veröffentlicht wurde, während die Arbeit noch nicht abgeschlossen ist – und das, ohne darüber zu informieren“.

Kommandant Koch will politische Konflikte nicht kommentieren, meint aber: „Die Veröffentlichung basiert auf den Erfahrungen der Polizei, es werden keine Geheimnisse verraten. Und wir helfen jedem, weil das unsere Pflicht ist.“