Erstellt am 03. Oktober 2012, 07:12

Sie liefern die Zahlen zur Wahl. EDV | Im Landhaus laufen alle Ergebisse zusammen. Kontrolliert werden sie „doppelt und dreifach“.

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Von Wolfgang Millendorfer

Der 7. Oktober wird für viele ein Großkampftag – vor allem auch für Karl Pinter und sein 30-köpfiges Team. Zum ersten Mal ist Pinter als Leiter der Landes-EDV an einem Wahlsonntag im Einsatz, und dann dreht sich alles nur noch um die Zahlen.
„Eine gewisse Anspannung ist schon da, aber zugleich bin ich auch gelassen, da ich weiß, dass im Hintergrund alles sehr genau vorbereitet wird“, kann sich der EDV-Chef auf eine 35-jährige Erfahrung im Landhaus verlassen. Seit 1977 wird der technische Teil aller Urnengänge zentral in Eisenstadt abgewickelt. In Sachen Ausstattung ist man heute ganz vorne dabei.

Sobald die Wahllokale schließen, werden die Zahlen der einzelnen Gemeinden über die Bezirkshauptmannschaften direkt ins Landhaus geschickt. Ab 15 Uhr trudeln die Ergebnisse dann auch online ein – das kann jeder über www.wahlen.bgld.gv.at verfolgen, inklusive aller Sonderauswertungen. „Dabei ist alles doppelt und dreifach abgesichert. Mehrere Instanzen überprüfen die Zahlen. Fehler sind so gut wie ausgeschlossen“, sagt EDV-Techniker Horst Tritremmel. Bis alle Daten im Netz sind, wird telefoniert, gefaxt und gemailt, was das Zeug hält.

Und einmal im Jahr kommt der Hacker …

Sicherheit ist generell das Stichwort in der EDV-Abteilung. Immerhin laufen hier die Daten von insgesamt 1250 Computer-Arbeitsplätzen zusammen, dazu kommt noch das Netzwerk der 171 Gemeinden und aller Bezirkshauptmannschaften. In der Praxis bedeutet das: E-Government, Führerscheine, Passformulare, bis zu 8000 Gehaltsabrechnungen und vieles mehr werden technisch abgewickelt.
Deshalb kann man im Notfall auf zwei (Ausfalls-)Rechenzentren zurückgreifen. Und: Einmal pro Jahr versuchen Sicherheitsfirmen, den Landes-Server vorsätzlich zu überlasten oder sich einzuhacken – ohne Erfolg, wie EDV-Chef Pinter sagt: „Da passiert nie etwas.“