Erstellt am 08. Juni 2016, 05:55

von Wolfgang Millendorfer und Alexandra Gollubics-Prath

So „alt“ ist das Burgenland. In aktuellen Statistiken belegt das Land österreichweit Platz eins bei den Über-65-Jährigen. Die Politik reagiert darauf.

Senioren  |  NOEN, Erwin Wodicka
Das jüngste Bundesland Österreichs ist – was die Altersstruktur der Bevölkerung angeht – zugleich das „älteste“: Wie Statistiken zeigen, liegt der Anteil der Über-65-Jährigen im Burgenland bei 20,65 Prozent. In zwei Drittel der 171 Gemeinden ist die ältere Generation ebenfalls mit mehr als 20 Prozent vertreten (siehe Grafik).

Norden ist „jünger“ als der Landessüden

Zu den „ältesten“ Orten zählen etwa Nikitsch und Schandorf (mehr als 31 Prozent an Über-65-Jährigen), Strem (30 Prozent), Tschanigraben (29,3 Prozent) oder Bildein (28,2 Prozent). Den jüngsten Schnitt hält der Bezirk Neusiedl am See, den ältesten der Bezirk Güssing.

Kurios: Als Gemeinde gerechnet, fällt Rust in Sachen Altersschnitt kaum auf. Rechnet man die Freistadt Rust allerdings als Bezirk, so ist es der zweitälteste in ganz Österreich.

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Die Politik jedenfalls ist auf die demographische Entwicklung vorbereitet. Im Büro von Soziallandesrat Norbert Darabos (SP) verweist man auf mehr als 2.100 Betreuungsplätze in Pflegeheimen und weitere 200 im Modell „Betreutes Wohnen“.

Aus Sicht von Familienlandesrätin Verena Dunst (SP) geht es auch darum, jungen Familien gute Rahmenbedingungen zu bieten. Dazu gehört die Kinderbetreuung ebenso wie bedarfsorientierte Fördergelder. So sollen Anreize geschaffen und der Abwanderung entgegengewirkt werden.