Erstellt am 27. Oktober 2011, 13:07

Sozialpartner zur Krisenprävention optimistisch. Nach dem EU-Krisengipfel geben sich Sozialminister Hundstorfer und Wirtschaftsminister Mitterlehner am Donnerstag zur Krisenprävention optimistisch. "Es wird sich sicher nicht wiederholen was 2008/2009 war", ist Hundstorfer überzeugt.

Für den Fall des Falles stehen aber die Instrumente zur Krisenprävention wie Kurzarbeit "jederzeit und unbegrenzt zur Verfügung".

Die Beschlüsse zum Schuldenerlass für Griechenland und die Ausweitung des Rettungsschirms seien sehr positiv für die Realwirtschaft, so Mitterlehner. Er hoffe, dass Nachhaltigkeit da sein werde. Von der Verschärfung der Kapitalvorgaben für die Banken erwarte er keine negativen Auswirkungen. Die Kreditvergabe dürfe sich nicht verschlechtern. Die Liquiditätsversorgung der Klein- und Mittelbetriebe müsse gegeben sein. Er kündigte dazu ein genaues Monitoring an: "Wir werden uns mit der Nationalbank anschauen wie die Kreditvergabe funktioniert". Sollte es Probleme geben bestehe jederzeit die Möglichkeit die Mitteln der Austria Wirtschaftsservice (aws) wieder auf 600 Mio. Euro aufzustocken um mehr neue Investitionen zu ermöglichen, sagte Mitterlehner.

Schwerpunkt für die Zukunft ist für beide Minister die Ausbildung von Fachkräften. Hier gebe es eine hohe Drop-Out-Quote, die auf die Hälfte verringert werden soll. Mit Hilfe eines gezielten Coaching-Programms, das 2012 mit einem Pilotprojekt starten soll, sollen vor allem Ausbildungsabbrüche verringert werden.

Hundstorfer zeigt sich mit der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt zufrieden. Die Beschäftigung steige derzeit mit einem Plus von 64.000 Personen kräftig an. Kurzarbeit sei ein wesentlicher Pfeiler der Krisenbewältigung gewesen und könne jederzeit wieder verstärkt eingesetzt werden. Im Krisenjahr 2009 haben 66.505 Personen kurz gearbeitet. Als weitere Maßnahmen zur Krisenprävention nannte Hundstorfer Bildungskarenz für Weiterbildung und Höherqualifizierung. Die vereinfachten Zugangsregeln werden unbefristet verlängert. Mit zusätzlichen fünf Mio. Euro sollen rund 1.500 ältere Frauen in ein reguläres Dienstverhältnis integriert werden.