Erstellt am 29. April 2015, 10:52

von Wolfgang Millendorfer

SP-Vorschlag: „Plakate abmontieren“. Nach Streit um Wahlwerbung in Gemeinden regt die SPÖ an, alle Plakate zu entfernen. ÖVP: „Der Vorschlag kommt spät.“

SPÖ-Plakat zur Burgenland-Landtagswahl 2015. Foto: APA/Robert Jäger  |  NOEN, ROBERT JAEGER (APA)
„Wenn die anderen Parteien mitmachen, dann bauen wir alle Plakate im ganzen Land ab“, wurde es SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich am Montag „zu bunt“.

Nachdem einzelne (SP-)Bürgermeister die Wahlkampf-Manager in Briefen darüber informiert hatten, dass „ohne Genehmigung angebrachte Werbemittel entfernt werden“, fand sich die SPÖ im Kreuzfeuer der Kritik von ÖVP, FPÖ und Grünen wieder.

Hergovich reicht's: „Schluss mit den Schmähparaden“

„Deshalb ist Schluss mit den Schmähparaden“, meint es Hergovich ernst, „der Ball liegt jetzt bei den anderen Parteien.“

Vor allem zielt die SPÖ mit ihrer Ansage auf die ÖVP ab. Deren Geschäftsführer Christian Sagartz meint: „Der Vorschlag kommt sehr spät. Ich möchte über ein generelles Fairness-Abkommen sowie über eine Obergrenze für Plakate reden.“

In die Haare gerieten sich die Regierungspartner auch mit Landesvize Franz Steindls Initiative für ältere Arbeitnehmer. Laut Landesrat Peter Rezar würde die geplante Unternehmens-Förderung die Beschäftigung von Ausländern begünstigen. Steindl sieht darin einen „Knieschuss“: „Das ist eins zu eins das Modell für Gemeinden, und da hat die SPÖ mitgestimmt.“