Erstellt am 25. Januar 2012, 00:00

Sparkurs sorgt für Unruhe. ROTES KREUZ / Künftig sollen weniger Rettungswagen unterwegs sein. Nach Protesten der Belegschaft beruhigt Präsident Wögerer.

Schwierige Zeiten für Rettungsfahrer: Rotkreuz-Präsident Bruno Wögerer (r.) mit seinem Geschäftsleiter Thomas Wallner. Dass nun an den Einsatzfahrzeugen gespart werden muss, macht auch der Rotkreuz-Spitze Sorgen. Die Qualität des Rettungsdienstes werde unter den Sparmaßnahmen aber keineswegs leiden, wird betont.  |  NOEN, MILLENDORFER
VON WOLFGANG MILLENDORFER

Nachdem sich das Rote Kreuz in den vergangenen beiden Jahren finanziell stabilisiert hat, bringen neue Sparmaßnahmen nun auch neue Diskussionen mit sich: Aktuell ringen die Belegschaft und Rotkreuz-Präsident Bruno Wögerer um die Einsparung von Einsatzwagen. Um den roten Zahlen zu entgehen, müssen die Bezirksstellen Neusiedl am See, Eisenstadt und Oberpullendorf künftig mit jeweils einem Rettungsfahrzeug weniger auskommen. In Mattersburg hingegen hat man sich am Montag erfolgreich gegen die umstrittenen Kürzungen gewehrt.

Rettungsdienst gesichert,  Engpässe bei Transporten

Im Gespräch mit der BVZ räumt auch Wögerer ein, dass er mit der Situation nicht glücklich ist. Gestiegene Spritpreise, das vermehrte Aufkommen von Rettungsfahrten und der Wegfall von Geldern der Gebietskrankenkasse hätten die Maßnahmen nötig gemacht – selbst wenn der Rettungsbeitrag zuletzt erhöht worden sei. „Es wird aber keine Einschränkung der Qualität im Rettungsdienst geben“, unterstreicht Wögerer. Bei den Krankentransporten und Therapiefahrten werden nun allerdings Engpässe erwartet.

Einen Teil dieser Fahrten soll künftig auch der Arbeitersamariterbund übernehmen, das sei mit dem Land im Rettungsbeirat so vereinbart worden, meint Wögerer. Eine Entscheidung, die hinter den Kulissen für weitere Debatten sorgt.