Erstellt am 17. Februar 2012, 09:40

Sparpaket beschert Regierung Vertrauens-Plus. Das Sparpaket hat - trotz einiger Kritik an Einzelmaßnahmen - den meisten Regierungsmitgliedern einen Vertrauenszuwachs beschert. Nur Finanzministerin Fekter (V), Sozialminister Hundstorfer (S), Unterrichtsministerin Schmied (S) und Landwirtschaftsminister Berlakovich (V) verloren im APA-OGM-Index gegenüber Jänner.

Das größte Minus mussten FPÖ-Chef Strache und BZÖ-Chef Bucher hinnehmen.

Befragt wurden 500 Österreicher, ob sie die prominentesten Bundespolitiker vertrauenswürdig finden. Bundeskanzler Faymann (S) und Vizekanzler Spindelegger (V) legten um jeweils fünf Prozentpunkte zu. Damit rangiert der ÖVP-Chef jetzt bei plus vier, der SPÖ-Chef bei plus einem Punkt.

Unangefochtener Spitzenreiter ist - trotz einem Minus von vier Punkten - Bundespräsident Fischer mit einem Wert von 50. Ihm folgen Nationalratspräsidentin Prammer (S, plus 3 auf 20), Wissenschaftsminister Töchterle (V, plus 4 auf 11), Wirtschaftsminister Mitterlehner (V, plus 3 auf 9) und Frauenministerin Heinisch-Hosek (plus 3 auf 7).

Hundstorfer wurde von den Befragten offenbar für die Sparmaßnahmen im Sozial- und Pensionsbereich bestraft: Mit einem Vertrauensverlust von sechs Prozentpunkten fiel er knapp in die Misstrauenszone (-1). Gesundheitsminister Stöger (S) schaffte zwar den höchsten Vertrauenszuwachs (+6), gegen ihn überwiegt (mit -7) aber immer noch das Misstrauen. Um sechs auf minus 26 Punkte verschlechtert hat sich Finanzministerin Fekter. Verteidigungsminister Darabos (S) blieb trotz Zuwachs mit minus 32 die rote Laterne unter den Ministern.

Noch ein Stück hinter ihm liegt Beamtengewerkschaftschef Neugebauer (V) mit minus 34 - auch wenn ihm seine Performance rund um das Sparpaket mit plus sechs (gemeinsam mit Stöger) den stärksten Zuwachs bescherte.

Ganz am Ende der Tabelle finden sich zwei Freiheitliche: FPÖ-Chef Strache fiel mit minus 13 auf minus 44 Punkte. Und der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf verschlechterte sich noch ein wenig auf nun minus 57 Punkte. Die Grünen-Chefin Glawischnig liegt mit einem Zuwachs von drei Punkten jetzt bei 0.