Erstellt am 14. Dezember 2012, 11:30

Sparpaket wird für Österreicher 2013 spürbar. Das Sparpaket der Regierung wird für die Österreicher mit 1. Jänner so richtig spürbar. Vor allem die Beamten mit einer Nulllohnrunde und die Pensionisten mit einer geringeren Anhebung ihrer Bezüge werden es in der Geldbörse merken.

Spitzenverdiener werden mit höheren Steuern zur Kasse gebeten.

Angesichts des "Superwahljahres" 2013 mit einer Nationalrats- und voraussichtlich vier Landtagswahlen gibt es allerdings auch Zuckerl: Das größte ist wohl die deutliche Anhebung der Pendlerförderung. Die Pensionen werden mit Jahresbeginn um 1,8 Prozent angehoben. Nur die rund 230.000 Mindestpensionisten bekommen eine Erhöhung ihrer Ausgleichszulagen um 2,8 Prozent. 1,8 Prozent bekommen auch die Politiker, die Beamten gehen hingegen mit einer Nulllohnrunde leer aus.

Absoluten Spitzenverdienern beschert das Sparpaket höhere Steuern. Wer mehr als 185.920 Euro Jahresbrutto verdient, muss eine "Solidarabgabe" bezahlen. Diese führt dazu, dass der Spitzensteuersatz von 50 Prozent erstmals auch wirklich ausgeschöpft wird - allerdings nur bei absoluten Topbezügen von über 595.000 Euro. Wer beispielsweise 20.000 Euro brutto monatlich verdient, zahlt 2.800 Euro pro Jahr Solidarabgabe. Das Finanzministerium rechnet mit rund 20.000 Betroffenen.

Der Gang in die Frühpension wird ab kommendem Jahr weiter erschwert. Statt wie bisher 37,5 müssen künftig 40 Versicherungsjahre vorgewiesen werden, um in den Ruhestand zu kommen. Der Übergang erfolgt ab 2013 in Halbjahresschritten bis ins Jahr 2017. Der jährliche Abschlag steigt von 4,2 auf 5,1 Prozent. Bei der Invaliditätspension entfällt für ungelernte Arbeiter der Tätigkeitsschutz nach dem 57. Lebensjahr.

Er setzt künftig erst mit 60 ein, womit die Betroffenen länger am vollen Arbeitsmarkt vermittelbar bleiben. Bei der Altersteilzeit gibt es die Möglichkeit des "Blockens" nur noch, wenn im Gegenzug eine arbeitslose Person eingestellt wird.

Verbesserungen gibt es im Superwahljahr - mit der Nationalratswahl voraussichtlich im Herbst und den Landtagswahlen in Kärnten, Niederösterreich, Tirol und voraussichtlich auch in Salzburg - vor allem für die Pendler. Die Pendlerpauschale wird um einen sogenannten "Pendler-Euro" aufgefettet: Je gefahrenem Kilometer gibt es einen Euro "in Cash" vom Finanzamt zurück.

In den Genuss der Pendlerpauschale kommen künftig auch Teilzeit- und Wochenpendler. Außerdem wird für Niedrigstverdiener der sogenannte "Pendler-Zuschlag" erhöht. Und für Kurzstrecken sponsert Vater Staat ein sogenanntes "Jobticket".