Erstellt am 27. Februar 2012, 07:43

Spindelegger für Ende der Balkan-Konflikte. Vizekanzler Außenminister Spindelegger hat den Wunsch Österreichs unterstrichen, die regionalen Konflikte auf dem Balkan "in die richtige Bahn zu lenken".

Es gehe ihm darum, Serbien Anreize und eine europäische Perspektive zu geben, damit es zu einer friedlichen Situation im Verhältnis zum Kosovo komme, sagte Spindelegger laut dem Ö1-Morgenjournal des ORF-Radios.

Der Außenminister hob das traditionell enge Verhältnis zwischen Österreich und den Ländern des Westbalkans hervor; nunmehr gelte es, auch auf andere Länder der Region Rücksicht zu nehmen. Serbien habe mit dem EU-Kandidatenstatus am Horizont bereits Zugeständnisse gemacht. "Wir brauchen ein geordnetes, gut verwaltetes Serbien", sagte Spindelegger.

Österreich hatte sich besonders für das am vergangenen Freitag unter EU-Vermittlung erzielte Abkommen zwischen Serbien und Kosovo eingesetzt. Darin wurde festgelegt, wie die frühere südserbische Provinz, deren albanische Mehrheitsbevölkerung vor vier Jahren einseitig ihre Unabhängigkeit ausgerufen hat, in Zukunft auf internationaler Bühne auftreten darf: Kosovo muss auf die offizielle Bezeichnung "Republik" verzichten; in einer Fußnote wird auf die UNO-Sicherheitsrats-Resolution 1244 verwiesen, die Belgrad territoriale Unversehrtheit garantiert.