Erstellt am 04. Januar 2012, 13:33

Spindelegger lässt JVP Demokratiepaket erarbeiten. ÖVP-Obmann Spindelegger hat die JVP mit der Ausarbeitung eines "umfassenden Demokratiepakets" beauftragt.

Junge Leute seien auf lokaler Ebene sehr interessiert und engagiert, sie sollen aber auch auf Bundesebene stärker eingebunden werden, begründete Spindelegger seinen Auftrag. Keine Details gab es in der aktuellen Sparpakets- und Steuerdebatte.

"Ich habe JVP-Obmann Sebastian Kurz beauftragt, ein umfassendes Demokratiepaket zu erstellen", erklärte Spindelegger. Auf lokaler Ebene seien sowohl Interesse als auch Engagement noch vorhanden, nicht jedoch auf Bundesebene. Die jungen Schwarzen sollen deshalb die vier Bereiche E-Voting, Volksbegehren, europäische Volksbegehren und das Wahlrecht diskutieren. Was das E-Voting betrifft meinte Kurz, dass der Verfassungsgerichtshof lediglich die Art der Durchführung kritisiert hatte. Spindelegger zeigte sich überzeugt, dass die Neuen Medien für mehr Demokratie genutzt werden sollten.

Die Bevölkerung habe zudem den Eindruck, dass mit ihrer Unterschrift bei einem Volksbegehren "zu wenig bewirkt" wird, so der Parteiobmann. Die Bürger sollen daher ein "stärkeres Instrument" in die Hand bekommen, meinte Spindelegger. Ab April gebe es die Möglichkeit zu einem europäischen Volksbegehren. Hier bedürfe es laut Spindelegger noch der Vernetzung und "einiger Fundamente". Bei einem neuen Wahlrecht sollte weiters die Person mehr in den Mittelpunkt gestellt werden. Kurz verwies etwa auf Modelle, die zu einem belebteren Wahlkampf und zur stärkeren Wählerbindung führen.

Laut Kurz seien 40 Prozent der Österreicher politikverdrossen und auch die Zahl der Politikverweigerer steige ständig. Es brauche deshalb einen Wandel und nicht das Beharren auf unzeitgemäßen Strukturen, forderte der Integrationsstaatssekretär. Eine Volksabstimmung verpflichtend durchzuführen, sieht Kurz "grundsätzlich positiv". Voraussetzungen hierfür seien jedoch zu diskutieren.