Erstellt am 30. November 2011, 13:28

Spindelegger: Neues Lehrerdienstrecht Kleinigkeit. Keinerlei Versprechungen hat Vizekanzler und ÖVP-Chef Michael Spindelegger den Pädagogen bei der Generalversammlung des Christlichen Lehrervereins Oberösterreich am Mittwoch in Linz gemacht.

"Gehaltsverhandlungen oder ein neues Dienstrecht wären Kleinigkeiten, wäre nicht das andere im Vordergrund", so Spindelegger und präzisierte, was er damit meinte: "Frühpensionsalter, Verschuldung, ÖBB, ..."

Bildungsministerin Claudia Schmied (S) solle "ernsthaft" über ein neues Dienstrecht für junge Lehrer verhandeln, auch bei dem Gehaltsabschluss mit dem Öffentlichen Dienst müsse man zu einem Ergebnis kommen, mit dem beide Seiten leben können, verlangte Spindelegger. Zugeständnisse hatte er jedoch nicht im Gepäck: "Ich kann es nicht, ich will es nicht", sagte er mit Verweis auf die Schuldenkrise.

"Die Schule in dem Land ist nicht krank. Sie gehört entwickelt", betonte der Vizekanzler. Es seien ausgereifte Konzepte nötig, beispielsweise müssten Begabte gefördert werden. Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Paul Kimberger von der VP-nahen Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) hatte zuvor einen "Rettungsschirm gegen unqualifizierte Angriffe gegen Lehrerinnen und Lehrer" gefordert.