Erstellt am 13. Mai 2011, 15:38

Spindelegger zu Schlagabtausch in ÖVP gelassen. Der designierte ÖVP-Bundesparteiobmann Spindelegger hat zum jüngsten Schlagabtausch in seiner Partei zwischen der Steiermark und Niederösterreich am Freitag Gelassenheit demonstriert.

Der designierte ÖVP-Bundesparteiobmann Spindelegger hat zum jüngsten Schlagabtausch in seiner Partei zwischen der Steiermark und Niederösterreich am Freitag Gelassenheit demonstriert. Meinungsverschiedenheiten lasse er gelten. Die Kritik, dass Niederösterreich ein Übergewicht in der ÖVP habe, könne er nicht nachvollziehen, stellte er bei einem Oberösterreich-Besuch in Linz fest.

Der steirische ÖVP-Chef und Landeshauptmannstellvertreter Schützenhöfer hatte in einem Kurier-Interview erklärt, die ÖVP sei nirgendwo Themenführer, Spindelegger müsse Kanten zeigen, Positionen vorgeben. Und Spindelegger habe mit dem Steirer Lopatka "einen der Besten aus der Regierung genommen". Niederösterreichs ÖVP-Landesvize Wolfgang Sobotka hatte daraufhin Schützenhöfer schlechten Stil vorgeworfen, weil dieser Spindelegger ans Bein pinkle, noch bevor er gewählt sei.

Der Angesprochene stellte dazu fest: Es gebe eben Meinungsverschiedenheiten, diese seien intern auszutragen. Aber eine gemeinsame Presseaussendung der Klubobleute der Niederösterreichischen und der Steirischen Volkspartei, Klaus Schneeberger und Christopher Drexler, am Freitag zeige, dass alle an einem Strang ziehen würden und interessiert seien, mit dem Parteitag am 20. Mai in Innsbruck einen Neuanfang der ÖVP einzuleiten, erklärte Spindelegger.

Die Kritik des Übergewichtes von Niederösterreich in der ÖVP "kann ich nicht nachvollziehen", sagte der künftige VP-Chef. Er rechnete vor, als er in die Regierung gekommen sei, habe es neben Josef Pröll als Bundesparteiobmann und Vizekanzler einen weiteren Minister sowie ÖAAB-Obmann aus Niederösterreich gegeben, nämlich ihn. Nun gebe es wieder einen Niederösterreicher als Bundesobmann und Vizekanzler sowie eine weitere Ministerin und ebenfalls ÖAAB-Chefin aus Niederösterreich. Nichts habe sich geändert, außer den Personen. Die Zahl und die Funktionen seien gleichgeblieben. Und Stück für Stück werde man zeigen, dass die Qualität der Personen entscheidend sei.