Erstellt am 20. Mai 2011, 17:54

Spindelegger zum 15. ÖVP-Obmann gewählt. Michael Spindelegger ist Freitagnachmittag beim Parteitag der ÖVP in Innsbruck mit 95,5 Prozent zum neuen Parteiobmann der Volkspartei gewählt worden.

Der 51-Jährige Niederösterreicher erhielt 466 von 488 gültigen Delegiertenstimmen. Spindelegger folgt als 15. VP-Chef dem 42-jährigen Josef Pröll nach, der sich im April nach einem Lungeninfarkt aus der Politik zurückgezogen hat. Michael Spindelegger ist Freitagnachmittag beim Parteitag der ÖVP in Innsbruck mit 95,5 Prozent zum neuen Parteiobmann der Volkspartei gewählt worden. Der 51-Jährige Niederösterreicher erhielt 466 von 488 gültigen Delegiertenstimmen. Spindelegger folgt als 15. VP-Chef dem 42-jährigen Josef Pröll nach, der sich im April nach einem Lungeninfarkt aus der Politik zurückgezogen hat.

Zu Spindeleggers Obmann-Stellvertretern wurden wie erwartet Finanzministerin Maria Fekter, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Umweltminister Niki Berlakovich und die Vorarlberger Kultur-Landesrätin Andrea Kaufmann gewählt worden. Am besten abgeschnitten hat Kaufmann mit 97,3 Prozent. Fekter erhielt 96,9 Prozent der Delegiertenstimmen, Mitterlehner 95,1 Prozent und Berlakovich 93,7 Prozent. Damit setzt sich die Stellvertreter-Riege aus zwei Wirtschaftsbündlern aus Oberösterreich, einer ÖAABlerin und einem Bauernbündler zusammen.

Spindelegger hatte zuvor bei seiner Rede den Führungsanspruch für seine Partei gestellt. "Die SPÖ ist nicht pragmatisiert im Bundeskanzleramt", betonte Spindelegger. Es liege an der Volkspartei selbst, erfolgreich zu sein. Von der eigenen Partei wünschte sich Spindelegger Geschlossenheit.

Er bekannte sich zum sozialen Netz im Staat, allerdings für jene, die "nicht können", es dürfe keine "Hängematte" sein, für die, "die nicht wollen". Abermals betonte Spindelegger, Familienpolitik auch zur Chefsache machen zu wollen. Auch in einer Steuerreform sollen Familien besonders berücksichtigt werden, bekräftigte er. Abermals erteilte Spindelegger einer Gesamtschule eine Absage: "Die Mittelschule kommt, das Gymnasium bleibt."

Zum Parteitag waren u.a. die VP-Regierungsmannschaft, die Landesparteichefs, die Vorsitzenden der Bünde und der scheidende Obmann Pröll gekommen. Platter dankte in seiner Eröffnungsrede Pröll für sein Obmannschaft vom "ganzen Herzen". Der scheidende Pröll verabschiedete sich mit einem Rückblick. "Ich habe viel gegeben", so Pröll. Der Job als Parteiobmann habe ihm die "größte Freude gemacht".