Erstellt am 29. August 2014, 13:05

von APA Red

SPÖ befragt Mitglieder zu Landes-Themen. Die SPÖ Burgenland will ihre 30.800 Mitglieder zu politischen Themen befragen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Die Basis kann auch mitbestimmen, ob es nach der Landtagswahl mit allen Parteien - somit anders als auf Bundesebene auch mit der FPÖ - Gespräche über eine Zusammenarbeit geben soll. Auch die ÖVP hat eine Initiative gestartet und will bei Hausbesuchen erfahren, für welche Themen sie sich besonders einsetzen soll.

Entscheid über fixes Jugendmandat

"Erstmals entscheiden die Mitglieder bei den großen Weichenstellungen mit", erklärte SPÖ-Klubobmann Christian Illedits am Freitag in Eisenstadt vor Journalisten. Die SPÖ Burgenland sei damit "Vorreiter vor allen anderen Landesparteien".

Die Mitglieder werden befragt, welche politischen Themen für sie von Bedeutung sind. Abgestufte Antworten von "sehr wichtig" bis "gar nicht wichtig" sind dabei möglich. Zu den zehn abgefragten Themen gehören zum Beispiel die Schaffung von Arbeitsplätzen, der Ausbau der Windkraft oder der Schuldenabbau im Landesbudget.

Außerdem kann die Basis entscheiden, ob es auf der Liste für die nächste Landtagswahl ein fixes Jugendmandat geben soll. Auch Fragen über den Modus zur Listenerstellung für die Landtags- und Gemeinderatswahlen werden gestellt. Die Mitglieder werden auch zu Rückmeldungen an die SPÖ Burgenland eingeladen.

ÖVP setzt auf Hausbesuche

Mit der Befragung wolle man auch der Politikverdrossenheit entgegenwirken: "Wir wollen eben den Menschen diese Angefressenheit von der Politik wieder nehmen", so Illedits. Die Menschen hätten zunehmend das Gefühl, nicht gehört zu werden. Auf Bundesebene sei der zurückgetretene ÖVP-Chef Michael Spindelegger "ein Opfer dieser Politik", meinte der SPÖ-Klubobmann.

Die Ergebnisse der Befragung seien "für die burgenländische Sozialdemokratie bindend", erklärte Landesgeschäftsführer Robert Hergovich.

Bei Hausbesuchen in allen Landesteilen ohne Rücksicht auf die Parteizugehörigkeit will die ÖVP die Meinung der Bürger erfahren. Nach der Urabstimmung über den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gehe man nun mit dieser Initiative einen Schritt weiter, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP).

Beim Fragebogen der ÖVP können die Bürger zu 15 Themen - von Mobilität im ländlichen Raum bis zu direkter Demokratie und mehr Mitsprache - angeben, in welchem Ausmaß sich die Volkspartei dafür stark machen soll.