Erstellt am 27. Mai 2015, 21:27

von APA/Red

SPÖ bei Wahlendspurt-Veranstaltung optimistisch. Die SPÖ hat am Mittwoch am Neusiedler See in Rust während des Sonnenuntergangs ihre Wahlendspurt-Veranstaltung gefeiert.

 |  NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA)
Zahlreiche Funktionäre und Unterstützer des Personenkomitees von Landeshauptmann Hans Niessl klatschten die Spitzenkandidaten zu "Auf uns" ein. Niessl zeigte sich optimistisch - "wir kratzen ganz, ganz knapp am 18. Mandat" - und forderte zum "Laufen bis zum Schluss" auf.

Im Obergeschoß eines Restaurants mit Blick auf den See empfing die SPÖ am Abend ihre Gäste und motivierte die eigenen Leute für die letzten Tage bis zum Wahlsonntag - und zwar ohne großer Bundesunterstützung.



Landesgeschäftsführer Robert Hergovich stimmte das Publikum ein, knüpfte am Eröffnungssong an und erklärte "Ein Hoch auf unser Burgenland, ein Hoch auf das, was vor uns liegt - nämlich der Endspurt. Der Endspurt zum Wahlerfolg am kommenden Sonntag."

Hergovich lobte den "großartigen Wahlkampf", den man gemeinsam geführt habe und warnte die Parteikollegen, dass laut Umfragen ÖVP und FPÖ mit gemeinsam 44 Prozent ebenso stark wären wie die SPÖ. Außerdem listete er "Fehltritte" anderer Parteien - etwa die Plakatierer aus Ungarn von den Freiheitlichen - auf.

Klare und stabile Verhältnisse

Niessl selbst warnte seine Anhänger nach einer Rede von "Science-Buster" Werner Gruber vor "Schwarz-Blau-Stronach" (das Team Stronach hat sich mit der Liste Burgenland zum Bündnis Liste Burgenland formatiert, Anm.). Man habe "dafür zu sorgen, dass 'Schwarz-Blau-Stronach' im Burgenland keine Mehrheit bekommt. Die können davon träumen, dass sie die Mehrheit bekommen. Das dürfen wir nicht zulassen." Denn das Land brauche "keine Wackelkoalition, das Burgenland braucht klare Verhältnisse. Klare und stabile Verhältnisse, damit wir dieses hohe Tempo im Bildungsbereich, im Beschäftigungsbereich, bei Betriebsansiedelungen, im Pflegebereich, im Gesundheits- und im Sozialbereich auch weitergehen können. Das Burgenland ist gut gefahren mit stabilen Verhältnissen."

"Müssen Aufwärtstrend nützen"

Er könne nur alle ersuchen, "diese letzten vier Tage zu nützen. Es steht 44 zu 44 (Prozent, Anm.) und bei unseren 44 ist die Tendenz eher steigend. Es kann auch sein, dass wir bei 45 (Prozent, Anm.) liegen, weil der Trend aufwärts geht. Und diesen Aufwärtstrend müssen wir nützen", so der Spitzenkandidat und Landeshauptmann. "Wenn wir diese Zeit nützen, dann können wir auch auf 46 oder 47 Prozent zulegen und wir kratzen wirklich ganz, ganz knapp - das ist jetzt keine Wahlkampfrhetorik - am 18. Mandat."

Wenn man dieses 18. Mandat erreiche, "dann gibt es keine Mehrheit gegen die Sozialdemokratie. Dann können wir das Tempo vorgeben, dann können wir uns den Koalitionspartner aussuchen und dann können wir mit ganzer Kraft für unser Heimatland Burgenland arbeiten - und das ist das Ziel", sagte Niessl, ehe rote Bälle durch die Luft flogen und getreu den Plakaten, auf denen er als ""Rot-Gold-Garant" beworben wird, der Song "Rot-Gold ziehen wir durchs Land" - ein "Cover" des Pet Shop Boys-Song "Go West" - ertönte.