Erstellt am 22. August 2012, 13:18

SPÖ bei Zugangsbeschränkungen gesprächsbereit. Bei einer künftigen Studienplatzfinanzierung ist die SPÖ bereit über "definierte Kapazitäten" zu sprechen. Allerdings nur, wenn es danach nicht weniger Studienplätze gibt, wie SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl betonte.

"Wenn es unter vernünftigen Bedingungen passieren kann, wo das nämlich auch mit dem Ausbau von Plätzen verbunden ist, muss man es sich anschauen. Es muss für konkrete Fächer auch Ausbaupfade geben, definierte Kapazitäten mit Ausbaupfaden."

Allerdings, betonte Kuntzl, sei sie bei der Studienplatzfinanzierung "noch mitten in den Verhandlungen" mit Wissenschaftsminister Töchterle. Bisher habe man sich lediglich auf den Grundsatz geeinigt, dass das neue Instrument die Uni-Finanzierung fairer und transparenter machen und nicht zu einer Reduktion der Studienplätze führen soll. Eine wesentliche Maßnahme soll auch bessere Information über das Studienangebot und in der Folge eine bessere Verteilung der Studenten auf die verschiedenen Fächer sein. Im Herbst werde es "hoffentlich" Ergebnisse geben.

Wie es beim angekündigten Hochschulplan weitergeht, als dessen Herzstück die Studienplatzfinanzierung gilt, kann Kuntzl hingegen nicht sagen. "Es ist ein Papier des Ministers, das sich liest wie von der ÖVP geschrieben und damit eignet es sich nicht als Regierungspapier."

Ob die SPÖ dem aktuellen Antrag der Wirtschaftsuniversität auf Zugangsbeschränkungen nach dem "Notfallparagraf" für ihren sieben deutschsprachigen Masterstudien zustimmen wird, konnte Kuntzl am Mittwoch "beim besten Willen" noch nicht sagen. Immerhin kenne sie den Antrag noch gar nicht. "Wir werden das prüfen und dann entsprechend entscheiden", so Kuntzl.