Erstellt am 10. Juni 2015, 16:33

von APA Red

SPÖ Burgenland respektiert Voves' Entscheidung. "Unsere Meinung ist, dass die stärkste Partei grundsätzlich den Landeshauptmann stellen sollte", sagte Burgenlands designierter SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich zum LH-Wechsel in der Steiermark.

Robert Hergovich und Landeshauptmann Hans Niessl  |  NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)
"Die Entscheidung von Franz Voves (SPÖ) und seinen Parteifreunden ist jedenfalls autonom getroffen worden, und das ist zu respektieren", so Hergovich. Auch im Burgenland habe man autonom entschieden. "Die Ausgangssituation in der Steiermark ist aber eine völlig andere wie im Burgenland", sagte Hergovich.

In der Steiermark habe es nach der Wahl nahezu drei gleich große Parteien gegeben. Im Burgenland sei die SPÖ mit 42 Prozent klar Erster geworden, "und es wäre verantwortungslos gewesen, unser Heimatland einer Dreierkoalition zu überlassen", argumentierte der SPÖ-Politiker.

Er finde es "gut, dass die ÖVP in der Steiermark wieder den Landeshauptmann stellt", sagte der geschäftsführende burgenländische ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner. "Offenbar haben SPÖ und ÖVP erkannt, dass die Freiheitlichen kein verlässlicher Partner in einer Regierung sind."

Vielleicht sei aber auch "das Beispiel der Regierungsbildung im Burgenland mit ein Grund gewesen, dass sich die beiden Parteien SPÖ und ÖVP in der Steiermark für diesen Weg entschieden haben. Man sieht ja, dass diese Koalition (von SPÖ und FPÖ, Anm.) im Burgenland eine sehr wackelige Angelegenheit ist", meinte Steiner.

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