Erstellt am 26. November 2012, 11:21

SPÖ Burgenland startet Info-Offensive vor Volksbefragung. Die SPÖ Burgenland startet im Vorfeld der Volksbefragung über die Wehrpflicht am 20. Jänner eine Informationsoffensive mit Veranstaltungen in allen Bezirken, kündigte Klubobmann Christian Illedits am Montag in Eisenstadt an.

"Für uns steht eines fest: Wir brauchen beim Bundesheer Profis und keine Systemerhalter. Das schafft ein Mehr an Sicherheit beim Katastrophenschutz, aber auch bei der Landesverteidigung", erklärte Illedits. Das freiwillige Sozialjahr sichere langfristig das Gesundheits-und Sozialsystem ab: Derzeit stünden im Burgenland jährlich 369 Zivildiener jeweils für neun Monate zur Verfügung. "Nach dem Modell des freiwilligen Sozialjahres wären dies rund 320 Plätze zu je zwölf Monaten. In Zivildienern gerechnet, würde das eine Aufstockung um 57 auf 426 bedeuten", argumentierte Illedits.

Auch Kostenneutralität - das Sozialjahr komme österreichweit auf 211 Millionen Euro, der Zivildienst koste derzeit 208 Millionen - sei gegeben, meinte Illedits. Ein Sozialjahr brächte Vorteile für die Trägerorganisationen: "Wir erreichen Planungssicherheit durch stabile Versorgung anstelle von schwankenden Zivildienerzahlen", erklärte der Präsident des Arbeitersamariterbundes, Franz Schnabl.

Grundwehrdiener würden derzeit sechs Wochen ausgebildet und gingen dann in die verschiedensten Funktionen im Heer. "60 Prozent davon gehen als Funktionssoldaten der Kampftruppe sozusagen verloren", schilderte Oberstleutnant Thomas Erkinger, der Kommandant des Jägerbataillons 19. Im zweimonatigen Rhythmus würden dort rund 600 bis 2.000 Grundwehrdiener ausgebildet.

"Das, was wir Soldaten uns wünschen, ist am 20. Jänner eine klare Entscheidung. Wir wünschen uns von der Politik dann auch die legistischen und finanziellen Grundlagen für unsere Auftragserfüllung", erklärte der Bataillonskommandant. Auch in Vergangenheit hätten "Profisoldaten" im Burgenland gemeinsam mit Grundwehrdienern im Rahmen des Assistenzeinsatzes eine sehr gute Leistung erbracht und der Bevölkerung wirklich Schutz und Hilfe bieten können, stellte Erkinger fest.