Erstellt am 08. August 2011, 13:36

SPÖ für Elternbildungsmodule bei Mutter-Kind-Pass. SPÖ-Familiensprecherin Binder-Maier schlägt Elternbildungsmodule im Rahmen des Mutter-Kind-Passes für Väter und Mütter vor. Die Frage, ob es Sanktionen geben soll, wenn diese Module nicht besucht werden, sei noch offen.

Auch über die Frage einer Verpflichtung für den Besuch dieser Module müsse noch mit Experten diskutiert werden, so Binder-Maier in einem Interview mit "derStandard.at".

Die Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes, so wie sie vorgenommen wird, wenn nicht alle Mutter-Kind-Pass Untersuchungen nachgewiesen werden, sei "eine Möglichkeit", meinte Binder-Maier. Die Gespräche mit der ÖVP zum Thema Elternbildung seien jedenfalls schon "relativ weit fortgeschritten", berichtet die SPÖ-Familiensprecherin. Offen sei auch noch die Frage, wie die Finanzierung gestaltet werden soll.

Die Binder-Maier argumentiert in dem Interview mit dem "Online-Standard" damit, dass es eine "große Verunsicherung unter Eltern" gebe. "Mich macht außerdem sehr betroffen, dass zwar Wohlstand gegeben ist und trotzdem viele Kinder vernachlässigt werden. Sie bekommen zum Essen, zum Trinken und haben ein Bett zum Schlafen. Aber das war es auch schon. Sie werden weder intellektuell, noch emotional, noch sozial gefördert." Diese Vernachlässigung gehe "quer durch alle Schichten".

Ein weiterer Vorschlag Binder-Maiers betrifft einen rechtsverbindlichen Partnerschaftsvertrag. "Ein Vertrag, der Grundsätzliches des Zusammenlebens regelt, wäre meiner Meinung nach überlegenswert und zu diskutieren. Bei Auflösung einer Partnerschaft wäre manches dadurch nicht so schwierig und problematisch", meint die SPÖ-Familiensprecherin. "Manche Beziehungen werden sehr unbedarft eingegangen ohne zu überlegen, wie das Zusammenleben gestaltet werden kann und soll", argumentiert sie.