Erstellt am 02. Januar 2013, 12:50

SPÖ für Fekters "Steuerreform" gesprächsbereit. Die SPÖ ist für die von Finanzministerin Fekter angedachte Steuerreform gesprächsbereit - allerdings nur, wenn die Gegenfinanzierung der Steuersenkungen durch vermögensbezogene Steuern gesichert ist.

Die Gegenfinanzierung ist für Finanzstaatssekretär Schieder nötig, weil es "keine Wahlzuckerln, die nicht finanziert sind" geben dürfe. Kritik an Fekters Steuerplänen kommt von FPÖ und BZÖ.

"Steuerreform heißt aus unserer Sicht, Entlastung des Faktors Arbeit und Gegenfinanzierung, weil es wichtig ist, den budgetären Kurs nicht zu verlassen", sagte Schieder. Er pochte daher auf die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie einer Vermögenssteuer, um damit die Lohnsteuersenkung zu finanzieren. Außerdem sollen Ausnahmeregelungen im Steuersystem gestrichen werden, um das System einfacher zu machen. Beides wäre aus Schieders Sicht auch vor der Wahl noch möglich: "Technisch ist es machbar, politisch hängt es nicht von der SPÖ ab."

Kritik übte Schieder an der Forderung Fekters, die Ausgabenpauschalierung für Gastronomiebetriebe auf alle anderen Branchen auszudehnen. Betroffen wären damit Unternehmen mit einem Jahresumsatz von maximal 255.000 Euro, also rund 150.000 Unternehmen. Laut Schieder würde das allerdings Steuerausfälle von 300 bis 500 Mio. Euro verursachen. Zudem würde damit eine weitere Sonderregelung geschaffen, kritisiert der SPÖ-Politiker: "Ich finde es unelegant, vom Ausnahmen streichen zu reden und selber Ausnahmen zu schaffen."

Außerdem kritisiert Schieder, dass die Reparatur der vom Verfassungsgerichtshof aufgehobenen Gaststättenverordnung von Fekter ohne Rücksprache mit der SPÖ vorgenommen wurde. Er geht davon aus, dass auch die Neuregelung den Vorgaben des Höchstgerichts nicht entsprechen könnte.

Für FPÖ-Finanzsprecher Podgorschek will sich Fekter mit ihren Aussagen lediglich "über die kommenden Wahlen retten". BZÖ-Chef Bucher ortet hingegen ein "Spiel des Täuschens und Tarnens". Die ÖVP ist laut Bucher für die Rekordverschuldung und die Rekordbelastung hauptverantwortlich.