Erstellt am 02. August 2013, 09:53

SPÖ kürt ihre zehn Bürger-Ideen. Die SPÖ holt sich am Freitagabend die Bürger ins Haus, genauer gesagt in die Meta-Hall am Wiener Stadtrand, wo bis Samstagmittag der inoffizielle rote Wahlkampfauftakt stattfindet.

Bei einem so genannten BürgerInnenkonvent sollen jene zehn Ideen gekürt werden, die am Samstag beim Bundesparteirat ins Wahlprogramm, die 111 "Projekte für Österreich", integriert werden.

Das Bürgerbeteiligungsmodell der SPÖ war dreistufig angelegt. In einer ersten Etappe wurden bei Straßenveranstaltungen Dialogkarten ausgefüllt, wofür sich die SPÖ einsetzen soll. Es folgten vier Dialogforen, wo Interessierte mit Regierungsmitgliedern ihre Wünsche debattieren konnten. 10.000 Vorschläge sollen insgesamt vorgebracht worden sein.

SPÖ für Darabos "Partei zum Angreifen"

Den Höhepunkt bildet nun der auf drei Stunden angesetzte Konvent Freitagabend, für den sich Parteichef und Kanzler Werner Faymann sowie einige Minister angesagt haben. Erwartet werden von der SPÖ rund 200 Interessierte.

Intern dürfte man schon vor dem Konvent geprüft haben, welche Forderungen zum roten Programm passen. Ohne vorgreifen zu wollen, würden wohl die Bereiche Bildung, Pflege und auch Pensionen abgedeckt, hieß es aus der SPÖ. Es soll sich einerseits um tatsächlich neue Forderungen handeln, andererseits will man sich bei den Bürgern auch Rückenwind für bereits bestehende Konzepte holen.

Für Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos zeigt die Aktion, dass die SPÖ"eine Partei zum Angreifen" sei, die offen auf die Menschen zugehe und sie dazu einlade, ein Stück des Weges mit ihr zu gehen. Dass zehn von Bürgern formulierte Forderungen in ein Wahlprogramm aufgenommen würden, habe es noch nie gegeben.